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Stein schlägt Papier

Es ist bei vietnamesischen Firmen ja ein wenig üblich geworden, dass sie sich scheinbar um alles mögliche kümmern, nur nicht um ihr Kerngeschäft. Mobilfunkunternehmen machen stattdessen lieber in Versicherungen und Finanzgeschäften, Schiffbauer eröffnen Autohäuser oder Hotels, und mein Internet-Provider… keine Ahnung, was der macht, aber Internet ist es offenbar auch nicht.

Das System hat Methode, weil viele andere Bereiche so lukrativ scheinen, es gerade für große Staatsunternehmen keine ausreichenden Richtlinien gibt, und manche ursprünglichen Arbeitsfelder immer mehr an Wert verlieren.

Jetzt habe ich erfahren, dass die Tageszeitung Thanh Nien mittlerweile ebenfalls zu diesen Unternehmen gehört. Mit Zeitungen ist es ja im Allgemeinen so: Man kann sich überwiegend aus Werbung finanzieren, oder aus Verkäufen und Abonnements. Die großen US-Zeitungen finanzieren sich grob gesagt zu 70 Prozent aus Werbung und zu 30 Prozent aus Verkauf, bei den großen europäischen Zeitungen ist es eher umgekehrt. Thanh Nien wiederum hat ein ganz eigenes Geschäfsmodell aufgetan, die finanzieren sich nämlich zu 50 Prozent aus Immobiliengeschäften.

Andernfalls wären sie möglicherweise auch gar nicht überlebensfähig, denn Verkaufszahlen und Attraktivität war zuletzt gesunken. Nach einigen missglückten Ausflügen ins Investigative, die auf politisches Missfallen trafen, scheint die Zeitung mehr und mehr den Boulevardjournalismus entdeckt zu haben, und berichtet stattdessen verstärkt über Kriminalität, Krankheiten und Prominente. Das machen mittlerweile viele andere Zeitungen allerdings auch. Es bleibt ihnen auch nicht viel anderes übrig. Rein „seriöse“ Politikberichterstattung verkauft sich beim Leser nämlich offenbar auch nicht mehr so gut, was wiederum an diversen Regularien und Beschränkungen liegen könnte.

Natürlich gibt es auch noch einige Tageszeitungen, die sich komplett seriös geben. Die große Parteizeitung „Nhan Dan“ zum Beispiel. Der gehören angeblich allerdings auch zwei Häuserblocks direkt am Hoan-Kiem-See, also der Hanoier Stadtmitte, einem der lukrativsten Standorte der Hauptstadt.

Womit die Prämisse aus „Stein, Schere, Papier“ eindeutig auf den Kopf gestellt wäre: Stein schlägt Papier. Zumindest wirtschaftlich.

4 Responses to Stein schlägt Papier

  1. Heike says:

    Hi David,
    ganz ehrlich, hast du schon mal bei Tchibo Kaffee gekauft? Ich kaufe da immer fleißig, aber Kaffee war noch nie dabei.
    Unser deutscher Nachbar, der war mal in Dubai in diesem 7 Sterne Hotel. Die Antwort auf die Frage, wie er denn da hingekommen sei: Na, mit Tchibo! Die Antwort hätte aber genauso gut Aldi lauten können. Versicherungen und Handyverträge gibts schon bei beiden.
    Liebe Grüße
    Heike

  2. mm says:

    Hast Du die Lust am Bloggen verloren? Wäre schade, das hier ist doch ein spannender Lesestoff. Ich würde mich freuen, wenn es hier bald weiter geht.

  3. Heike says:

    Ich gucke auch schon jeden Tag vergeblich. Deine Beiträge werden vermisst!
    LG Heike

  4. Gaby says:

    Ich gucke auch jeden Tag vergeblich! :-(

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