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Mega-Vietnam

Mein Modem war kaputt. Der Neukauf gestaltete sich überraschend schwierig. Der erste Computer-Großmarkt hatte zwar haufenweise blinkende Bildschirme, Laptops und Lautsprecher, aber kein Modem. „Hammwa nich.“ Da helfen auch gefühlte 20 Mitarbeiter nicht, die alle etwas planlos und gelangweilt zwischen den Regalen herumstehen.

Der zweite Computerladen war einer von dieser hier sehr üblichen Sorte, bei denen man von außen niemals auf die Idee käme, dass es ein Geschäft ist, weil die Disko-Musik so laut wummert, dass es sich eigentlich nur um einen Tanzschuppen handeln kann. Aus irgend einem Grund glauben vietnamesische Elektronik-Fachgeschäfte immer, es gehöre zum Ausweis ihrer Qualität, besonders laut Musik spielen zu können.

Immerhin ließ sich inmitten von sehr viel lauter Musik das Modem auftreiben. Bei der Installation zu Hause erfolgte dann aber das nächste Problem. Um ins Kontrollzentrum des Modems zu gelangen, ist ein Passwort erforderlich. Die Betriebsanleitung schreibt dazu: „Benutzername und Passwort sind laut Standard ‚admin/admin'“.

Nur funktioniert „admin“ leider nicht. Nicht beim ersten Mal und auch nicht beim zehnten Mal. Die Betriebsanleitung sagt dazu: „Stellen Sie einfach mit Hilfe des Reset-Knopfes die Werkseinstellungen wieder her. Der Standard-Zugang ist dann: ‚admin/admin'“.

Allein, es hilft nichts. Auch nach einmal Reset, zweimal Reset, dreimal Reset führt die Passwort-Kombination nicht zum gewünschten Erfolg. Mit Hilfe von irgend einem ungesicherten, holprigen WLAN aus einem der zahlreichen Cafes rundherum gelingt ein sehr holpriger Gang ins Internet, aber auch die Webseite des Herstellers erklärt nur: „Die Zugangsdaten für ihr Modem Modellbaureihe 840 sind ‚admin/admin‘.“

Nein, sind sie leider nicht!

Ich setze eine E-Mail an den Support auf, obwohl ich mir die Antwort bereits denken kann. Sie hätte sicherlich gelautet: „Bitte überprüfen Sie, ob Sie das Wort ‚admin‘ richtig geschrieben haben! War vielleicht die Großschreibtaste gedrückt?“ oder: „Bitte stellen Sie mit Hilfe der Reset-Taste die Werkseinstellungen wieder her. Anschließend lauten die Zugansdaten ‚admin/admin'“.

Für die E-Mail braucht es auch die Seriennummer des Geräts. Ich drehe das Modem also um alle Seiten herum, und stoße plötzlich auf seinen sehr, sehr kleinen Aufkleber. Darauf steht: „ID: megaVN Passwort: megaVN“.

VN sollte man wissen, ist das Kürzel für Vietnam. Offenbar hat also die örtliche Produktionsfirma des international tätigen Herstellers kurzerhand entschlossen, einfach mal den Standard zu ändern. Wen interessieren schon Gebrauchsanweisungen? Sind eh auf Englisch, liest eh keiner. Und was heißt hier schon Standard, wenn man stattdessen eine patriotische Botschaft senden kann? Vietnam ist riesig! Jawoll! Diese Botschaft kann man sogar auf kleine, schwer leserliche Aufkleber drucken. Sie bleibt trotzdem gültig. Sogar als Werkseinstellung.

PS: Wie man sieht – mein neues Modem läuft.

Und als nächstes ändere ich das Passwort. Möglicherweise in ein schwer zu entschlüsselndes Wort wie „admin“.

One Response to Mega-Vietnam

  1. yeuem says:

    Hausaufgabe: Das sichere Passwort – Auflösung

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