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Vorausschauende Stipendien

Singapur ist modern. Singapur ist wohlhabend. Singapur hat renommierte Hochschulen. Mit einer Mischung aus vorausschauender Planung und marktwirtschaftsorientierter Diktatur hat Singapur es geschafft, zur Perle Südostasiens zu werden. Bewundert für seinen Fortschritt von den Nachbarn. Aber gleichzeitig auch umgeben von Nachbaarstaaten, die alle viel größer sind – und vielleicht gerne einen Vorwand nutzen würden, um sich das kleine Fleckchen Land einzuverleiben?

Singapur jedenfalls überlässt da nichts dem Zufall, und plant auch in dieser Hinsicht voraus. Selbst wenn ein bewaffneter Konflikt aktuell ziemlich unwahrscheinlich ist. Der Militärdienst dauert trotzdem noch immer stolze zwei Jahre. Die Militärberater werden unter anderem aus Israel eingeflogen (da hat man ja Erfahrung, wie man sich als kleiner, moderner Staat neben großen Nachbarn fühlt). Und vor allem: Singapur verleiht großzügig Hochschul-Stipendien, unter anderem an sämtliche Söhne und Töchter hochrangiger indonesischer Generäle und hoher Offiziere.

Hä?

Ja, richtig, Singapur vergibt kostenlose Stipendien an die Kinder der Militärs in den Nachbarländern. Normalerweise sind die Singapuris nicht dafür bekannt, irgend etwas zu verschenken. Wenn ein Gesetz in diesem Land regiert, dann ist es die harte Währung. Aber in diesem Fall gibt man sich großzügig. Oder, wie es ein Singapuri trocken formulierte: „Wenn einer der Militärs auf die Idee kommt, uns anzugreifen, haben wir alle ihre Kinder als Geiseln.“

Vietnam wiederum spricht ja schon seit Jahren davon, dass man dringend das eigene Bildungssytem stärken müsse. Neben den offensichtlichen Gründen drängt sich da ein weiterer förmlich auf: Vietnam sollte dringend versuchen, das modernste Hochschulwesen in ganz Asien aufzubauen, und dann an chinesische Generälssöhne Stipendien verschenken.

Ich fürchte allerdings, bis die bildungspädagogischen Voraussetzungen zu diesem genialen Schachzug geschaffen sind, wird es noch sehr, sehr lange dauern.

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