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Konferenz-Resümee

Es gab in den vergangenen zwei, drei Tagen weniger von mir zu hören. Das liegt daran, dass ich beschäftigt bin mit meinem Großauftrag für die vergangene Konferenz zum Klimawandel.

Ich könnte also sehr viel schreiben, es hätte aber alles damit zu tun, ob Vietnam Meeresdämme braucht, um das Mekongdelta zu schützen (das Planungsministerium sagt ja, obwohl selbst Großbritannien die Idee mit den Dämmen als zu teuer verworfen hat, und sie Vietnam vermutlich ein gesamtes Jahres-BIP kosten würden), ob Shrimp-Farmen besser sind als Mangrovenwälder, und ob der Stern-Review recht hat, wenn er sagt, dass langfristig die Kosten des Klimawandels die Erfolge des Wachstums auffressen.

Solche Dinge.

Nachdem ich schon zweimal davon erzählt habe, gehe ich davon aus, dass es hier nicht wirklich interessiert.

5 Responses to Konferenz-Resümee

  1. daniel says:

    doch würde mich schon interessieren! nach einer hysterischen klima-debatte vor einigen wochen in deutschland, ist alles wieder ergebnislos abgeflaut. na ja, auf dem asem-treffen wars thema, mit dem nicht von der hand zu weisenden einwand: die industriestaaten sollen vorangehen! wie ist das zB beim verkehr, gibts ne chance, dass es in vietnam nen wechsel von mopeds zurück auf farhräder gibt. oder wären europäische autokonzerne bereit, mit vietnam nen günstigen technologier-transfer hin zu moderneren, weniger verschmutzenden autos zu machen. müßten dann wohl die franzosen machen, in deutschland gibts solche autos glaube ich nicht.
    für mich persönlich hat sich übrigens was geändert: autos, die mich beim radfahren bedrängen rufe ich jetzt nicht mehr „penner“ sondern „dreckschleuder“ hinterher ;-)

  2. admin says:

    Ich sehe hier ein ganz entscheidendes Problem und das heißt: Bewusstsein.

    Mopeds und Autos sind Statussymbole. Begehrte Zeichen, die zeigen, dass man endlich nach langen Jahren der Armut entronnen ist, und das auch zeigen möchte. Fahrrad fahren nur die Jugendlichen (weil sie nicht Moped fahren können) oder die Armen (weil sie müssen). Westler, die freiwillig Rad fahren, werden für verrückt erklärt. So wie Westler ja ganz allgemein seltsame Dinge tun, wie zu Fuß laufen und so etwas.

    Prinzipiell haben die Entwicklungsländer zwar recht, die Industrieländer anzumahnen. ABER… es werden die Entwicklungsländer sein, die als erste und am schwersten betroffen sein werden. Ganz allein mit Zurücklehnen und sagen „nun macht mal und schiebt das Geld rüber“ geht es eben auch nicht, und diese Tendenz befürchte ich bei einigen.

    Inklusive einer unglaublichen Technik-Gläubigkeit. Flut? Wir sind ja jetzt ein modernes Land, bauen wir halt einen Mega-Damm, das Geld werden wir dafür schon vom Westen kriegen. Energie? Wir werden uns schon bald ein riesiges, modernes Atomkraftwerk leisten können, dass aller Welt zeigt, dass wir ein modernes Land sind. Und so weiter…

    Über Autos brauchen wir derzeit noch gar nicht reden, die werden hierzulande noch nicht produziert, sondern alles mit Sondersteuern und Sonderzöllen importiert. Höchstens mal ein bisschen was zusammengeschraubt. Übrigens gilt auch hier: Je größer, desto stilvoller. Man sieht keine kleinen Autos auf der Straße, obwohl sie im Verkehr praktischer wären. Aber niemand kauft sich ein Auto, weil es praktisch ist, sondern weil es etwas aussagt.

  3. daniel says:

    ich glaube der cohn-bendit hats gesagt: jetzt sind clevere pr-leute gefragt, die das 3liter auto sexy machen!
    und die botschaften und stiftungen vor ort, machen die was in richtung ökologisches bewusstseinsbildung oder sind denen andere themen wichtiger?
    ich hab aber auch schon positivere beispiele gehört, zB ein bergdorf in tibet, dass von sich aus auf solarenergie umgeschaltet hat. als dann mal ein bergsteigerInnen-team von greenpeace hoch geklettert ist waren die ziemlich überrascht. oder die küchen für pilgerer in indien, die jetzt auch mit solarenergie funktionieren, das ging allerdings von atmosfair aus.
    gibts da auch was in vietnam? oder immer nur wachstum, wachstum, wachstum… unendliches wachstum ist in einer endlichen welt immer nötig!!!

  4. admin says:

    Selbstverständlich gibt es Anzeichen und Inseln. Es laufen zahlreiche Projekte mit Biogas, da besitzt Vietnam jetzt bereits glaube ich das Zehnfache als Deutschland.

    Dann gibt es Projekte mit Bauern, die nur noch Gemüse ohne Pestizide züchten, es gibt Provinzverwalter, die sich gegen Shrimp-Farmen und für den Schutz der Mangrovenwälder aussprechen. Vietnam ist sämtlichen wichtigen Umweltschutz-Konventionen beigetreten und hat teilweise die strengsten Gesetze in der Region. Ende des Jahres soll sogar ein „Gesetz zum Artenschutz“ folgen, das noch nicht mal in Europa Standard ist, soweit ich informiert bin.

    Ich sehe aber da noch kein breites Bild. Im Fernsehen laufen Berichte über Umweltverschmutzung in China, aber keine über Vietnam. Auf dem Land kippen die Leute ihren Müll hinter die nächste Böschung, direkt neben die Reisfelder. Hauptsache man sieht es nicht mehr. Nochmal: Wo soll denn in einer Gesellschaft, die vor 20 Jahren kein Shampoo kannte, ein Bewusstsein für die Gefahr von Müll und Rückständen herkommen?

    Man ist sehr stolz, auf seine Position als Wachstumsmotor der Region, auf die „8 Prozent“, und die jetzt zugunsten von Umweltprojekte aufzugeben, wird, so ist meine Sicht, noch als viel zu unsexy empfunden.

    Es ist schön und gut, dass Umwelt- und Entwicklungshilfeorganisationen in diesem Bereich tätig sind, aber mir wird hier zum ersten Mal sehr deutlich bewusst, dass der Westen sich einer Illusion hingibt, wenn er meint, die erstarkenden Entwicklungsländer zum Umweltschutz mahnen zu können. Auch wenn der Stern-Review ja deutlich gesagt hat, dass Umweltschutz sich langfristig auszahlt – Länder, in denen sich die Menschen vor 20 Jahren noch die Haare mit Kräutern und Blättern gewaschen haben, denken nicht langfristig. Wozu denn? Die Geschichte hat ihnen doch gezeigt, dass alles sich rasant ändert, erst recht der Fortschritt.

  5. m says:

    Sag mal, von den finanziellen Gesichtspunkten eines Meerdammes abgesehen: Glaubst Du, dass sowas überhaupt funktionieren kann?
    Mich erinnert es an den Versuch der Sowjetunion, Flüsse umzuleiten, um Baumwollfelder zu bewässern. Da wurde nicht bedacht, dass das Wasser dann an anderer Stelle fehlt, Seen versalzen oder austrocknen usw.
    Ich denke, an irgendeiner Stelle wird die Natur zurückschlagen. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass sich das Meer durch einen Damm aufhalten lässt.

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