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Am seidenen Kabel

Sollte ich irgendwann in den folgenden Wochen nicht mehr da sein, dann liegt das am Seekabel.

Es war ja schon im Dezember festzustellen, wie fragil das Internet sein kann, als bei Taiwan ein zerstörtes Seekabel halb Südostasien lahmlegte. Diesmal beschränkt sich das Problem auf Vietnam.

Es wurden nämlich vor einigen Wochen zwei Seekabel geklaut. Richtig gelesen: Geklaut. Kabel. Aus dem Meeresboden. Um genau zu sein: 30 Kilometer Kabel. Ich versuche seitdem vorzustellen, wie das aussieht, wenn sich jemand 30 Kilometer Glasfaserkabel unter den Arm klemmt, und es will mir irgendwie nicht recht gelingen. Aber das macht die Tatsache nicht weniger real. Als ein Boot die Sache untersuchte, entdeckte man auf einer zweiten Strecke Richtung Singapur gleich nochmal mehrere Kilometer geklaute Kabel.

Damit verbindet Vietnam jetzt nur noch ein einziges Kabel mit der Außenwelt. Sollte diesem jetzt irgend etwas zustoßen, dann ist laut Behördenangaben Stille. Stille im Telefon- und Internetnetz. Die Reparaturarbeiten werden etwa drei Monate dauern.

Die Schuldigen sind im Übrigen auch schon gefunden. Vielleicht auch, weil sie Schwierigkeiten hatten, bei Rudis Resterampe mit 30 Kilometer Kabel aufzutauchen. Es handelt sich um Fischer, denen offiziell von Behörden erlaubt wurde, „alte Kupferkabel und anderen Müll“ auf dem Meeresboden einzusammeln. Eigentlich ja ein guter Plan, Müll vom Meeresboden einzusammeln. Dumm nur, wenn man den Begriff „Müll“ vorher nicht genau definiert.

Aber wer weiß, vielleicht verbirgt sich dahinter ja auch eine versteckte Globalisierungskritik, die zum Ausdruck bringen möchte, dass im Internet eh nur Müll zu finden ist.

Ach ja, und das letzte verbleibene Kabel wird jetzt von der vietnamesischen Marine bewacht. Hoffen wir das beste.

2 Responses to Am seidenen Kabel

  1. RC says:

    Diese Nachricht wurde vor zwei wochen (ca.8 bis10 Tagen) in FTD veröffentlicht…

  2. admin says:

    Ja, ich weiß, die Meldung ist bereits älter. Sie kam jetzt noch einmal hoch, weil angeblich sogar über die Todesstrafe für die Verursacher diskutiert wird.

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