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Falsche Richtung

Ich habe die Tet-Feiertage in Da Nang verbracht, genauer gesagt in einem Ferien-Bungalow, der für eine größere Familie ausgelegt war (drei Schlafzimmer), recht großzügig angelegt, mit einem weiten, offenen Erdgeschoss mit Wohnzimmer, Küche und Esstisch.

Kurioserweise befanden sich in diesem gemeinsam verbundenen Erdgeschoss gleich zwei Fernseher, einer im Wohnzimmerbereich, einer vor dem Esstisch. Offen blieb die Frage, ob die beiden Geräte dazu gedacht waren, dass zwei Gruppen gleichzeitig unterschiedliche Filme schauen können (und wie das dann mit der Lautstärke geregelt wird), oder ob es eine Art Rundum-Versorgung ermöglichen sollte.

Noch kurioser allerdings: Im Wohnzimmer befanden sechs kleine Korbsessel, im Esszimmer standen acht Stühle. Kein einziger dieser 14 Sitzgelegenheiten schaute in Richtung Fernseher.

Die Wohnzimmersessel waren Richtung Wohnzimmertisch ausgerichtet, die Esszimmerstühle Richtung Esstisch. Die Fernseher hingen an der Wand. Es war also völlig unmöglich, Fernsehen zu schauen, ohne den Kopf um 90 Grad drehen zu müssen. Vor allem aber eine Konstellation, die eine wichtige Erkenntnis unterstreicht: In vietnamesischen Familien ist der Fernseher kein Medium, vor dem man sich gemeinsam versammelt, um etwas zu schauen. Er ist ein Medium, das im Hintergrund läuft, während sich die Familie beim Essen oder im Wohnzimmer versammelt, um miteinander zu sprechen. (Warum auch immer man auf die seltsame Idee kommt, dass Sprechen dadurch erleichtert wird, dass von der Wand Bilder und Töne kommen).

Nun war ich nicht im Urlaub, um fernzusehen, insofern blieb die Flimmerkiste aus, und das Arrangement der Sitzgelegenheiten war egal. Allerdings habe ich ein paar Mal spätabends Fußball geschaut. Dafür musste ich dann im Wohnzimmer dann mit etwas Aufwand den recht schweren Korbsessel in Richtung Fernseher drehen, wenn ich keine Nackenstarre riskieren wollte. Am folgenden Nachmittag war vom Reinigungspersonal des Bungalows der Sessel jedes Mal wieder Richtung Tisch gedreht (was zur Folge hatte, dass ich ihn abends wieder zurückdrehen musste; das Spielchen wiederholte sich ein paar Mal).

Ein Sessel, der in Richtung Fernseher schaut war offenbar nicht mit den Standards für Gutes Wohnen vereinbar.

One Response to Falsche Richtung

  1. slowcar says:

    Ich sage nur: Feng Shui

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