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Erkenntnisse mit und ohne Helm

Ich muss meine Einschätzung mit der 100-prozentigen Befolgung der Helmpflicht zurückziehen. In den letzten Tagen sind mir dann doch einige Vietnamesen auf Mopeds ohne Helm begegnet. Es könnte mit Tet zusammenhängen, und der berechtigten Vermutung der Vietnamesen, dass über die Feiertage kaum Polizei auf den Straßen ist. Auch zwei Tage vor Neujahr war mir allerdings ein Teenager-Pärchen ohne Helm begegnet.

Man fragt sich natürlich sofort, ob das eventuell die Kinder irgendwelcher Minister sind, denn immerhin schaffen sie es offensichtlich, an mehrere Kreuzungen voller Polizei unbeschadet vorbei zu fahren. Andererseits ist es bei dem meist ziemlich wilden Fahrstil solcher James-Dean-Rebellen für Verkehrspolizei wohl auch nicht ganz einfach, die (meist jugendlichen) Fahrer zu stoppen.

Eine zweite Sache, die auffällt, wenn man genauer hinguckt, ist, dass viele Fahrer ihre Helmgurte überhaupt nicht schließen. Der Helm ist also mehr Schmuckstück, als dass er im Ernstfall irgend einen Zweck erfüllen könnte. Oder genauer: Er wird aufgesetzt, damit einen die Polizei nicht anhält. Den Sinn und Zweck solcher Kopfbedeckungen haben viele offenbar noch nicht eingesehen.

Die Erkenntnis mit Helm ist: Ich halte seit zwei Tagen meinen aus Deutschland nachgesandten Voll-Helm in den Händen und konnte ihn jetzt zwei Tage lang ausprobieren. Und ich muss ganz ehrlich sagen: Ich bin schwer positiv beeindruckt. 1.) Weniger Lärm 2.) Weniger Staub 3.) Man fühlt sich eindeutig sicherer. Das Sichtfeld ist an den Seitenrändern kein bisschen eingeschränkt, wie kräftiges Augenrollen beweist. Nur der Blick nach unten und oben ist etwas mühsamer geworden, und wenn man den Kopf nach hinten dreht, merkt man das Gewicht des Helms. Andererseits: Nach hinten schauen ist eh etwas, das im vietnamesischen Straßenverkehr niemand tut. Wer vorne ist, hat immer Recht, egal wie er fährt.

Es kann natürlich gut sein, dass ich da anders drüber denke, wenn es erstmal 30 Grad Celsius sind. Aber bis dahin fahre ich erstmal mit Integralhelm.

4 Responses to Erkenntnisse mit und ohne Helm

  1. HerrOlliB says:

    Soweit die Helmpflicht wohl eine durchdachte und sinnvolle Maßnahme darstellt, bin ich dennoch enttäuscht. Der morgendliche Wind im Gesicht war besser als jeder Kaffee.
    http://www.youtube.com/watch?v=09UhCWAEcaw
    Ich komme im Mai zurück nach Hanoi und bin gespannt, ob sich dann alle an die Pflicht gewöhnt haben…
    Bis dahin werde ich hier fleißig weiter lesen. Gefällt mir, das Blog!

  2. m says:

    Ähm, heißt das jetzt, Du bist letztes Jahr ganz ohne Helm durch Hanoi gedöst? Ich wäre schwer enttäuscht. Das hieße doch, die Erziehung zur Vernunft (zur Helmpflicht in Deutschland) zählt weniger als die Anpassung an die ach so unvernünftige Umwelt. Wo bleibt da die Fähigkeit, sich seines Verstandes ohne Leitung durch einen anderen zu bedienen?

  3. admin says:

    Ich bin nur mit Halb-Helm, also Fahrradhelm ähnlichen Gebilden durch Hanoi gefahren, ja. Zum einen weil ich mir dachte, dass die normale Stadtverkehrsgeschwindigkeit von etwa 20 bis 30 Stundenkilometern eben auch nicht schneller ist, als wenn ich auf dem Fahrrad fahre.

    Zum Anderen habe ich mich in der Tat beeindrucken lassen von den Befürchtungen der Vietnamesen, dass man mit Integralhelm nicht mehr genug hört, nicht mehr genug sieht, und es außerdem unpraktisch ist. Letzteres stimmt auch sicherlich, wenn man mal überlegt, dass man mit dem Helm oft den ganzen Tag unterwegs ist und ihn überall hin mitnehmen muss (von der Hitze ganz zu schweigen), die ersten beiden Sachen stimmen nicht. Allerdings auch nur wieder, wenn man von deutschen Qualitätshelmen spricht, die es hierzulande wiederum nicht gibt. Die hier zu kaufenden Vollhelme haben doch ein teilweise deutlich eingeschränktes Sichtfeld.

  4. m says:

    Hat der Helm denn den Sommer-Test bestanden?

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