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Zahl des Tages: 165

Die Zahl der Diskotheken in Vietnam ist 2007 auf 165 gestiegen. Das ist über die Hälfte mehr, als es noch zwei Jahre zuvor waren (da nämlich: 104). Ich schätze mal, das entspricht in etwa der Gesamtzahl aller Discos in Köln.

Erwähnt wurde die Zahl in einem Zeitungsartikel über Prostitution. Sie war also negativ gemeint, in der logischen Reihenfolge: Mehr Diskotheken, mehr Orte für Prostituierte, mehr Prostitution.

6 Responses to Zahl des Tages: 165

  1. Martin says:

    Hm, bedenklich! Nichts hält mehr! 165 Diskotheken in Köln… einfach unverschämt!

    Allerdings glaube ich nun wirklich nicht, dass diese Zahl stimmt.

    Kannst du die Schlussfolgerung der Zeitung nachvollziehen oder nicht nachvollziehen? Das kann ich aus deinem Text nicht heraus lesen.
    Für mich hört sich das logisch an, vorausgesetzt, dass man was gegen das älteste Gewerbe der Welt hat, müsste man auch alle Orte an denen dieses praktiziert bzw. angeboten wird verteufeln. Ergo: Diskotheken, Bars usw. sind böse….

  2. admin says:

    Eine spontane Internetsuche in einem einschlägigen Branchenverzeichnis unter dem Stichwort „Diskothek“ hatte in Köln bei mir rund 100 Treffer aufgelistet. Wenn man dann noch großzügig kleinere Orte, Dorfdiskos und sonstige Tanzsäale dazurechnet, kommt man vielleicht schon auf 165. Vielleicht bin ich aber auch über das Ziel ein klitzeklein wenig hinausgeschossen.

    Was die Schlussfolgerung angeht: Prostitution ist in Vietnam schon lange offiziell verboten, und die nachvollziehbare These der Verantwortlichen lautet, dass es dazu eben nicht allein reicht, Bordelle und ähnliches zu verbieten. Angeblich (laut Zeitungsbericht) gibt es in Vietnam sogar immer mehr Prostituierte die „selbständig“, also ohne Freier agieren. Und diese tummeln sich dann eben in Bars, in Kneipen oder tarnen sich als Friseursalons.

    So gesehen ist die Schließung von Diskotheken natürlich schon ein logischer Schritt. Es gab auch in der Vergangenheit verstärkt Razzien in Hanoier Diskotheken. In den Zeitungsartikeln werden dann dabei unter den Fundsachen neben „Heroin, Pillen, eine Schusswaffe“ auch immer „Kondome“ aufgeführt, die dann als Beweis für Prostitution gelten.

    Woran man schon sehen kann, wie schwierig sich solche eine Jagd nach Prostitution in der Realität gestalten kann. Wen verhaftet man denn nun? Alle Frauen, die sich aufgebrezelt haben? Jede Frau mit Kondom in der Tasche? Und was ist dann mit der Anti-Aids-Kampagne? Und schließt man als nächsten Schritt alle Bars? Alle Friseursalons?

    So hehr die Ziele ja sein mögen, aber ich schätze mal, es ist der falsche Weg, um gegen ein Phänomen vorzugehen, dass sich ja zu fast allen Zeiten der Geschichte und in sehr vielen Gesellschaften etabliert hat.

  3. Martin says:

    Hm, ja da kann ich dir folgen. Dieser Kampf scheint schon verloren zu sein, wobei man aus der westlichen Sicht heraus dem Ganzen auch eher etwas offener gegenüber steht, denke ich….

    Ich erinnere mich an einen Bericht (war das nicht sogar dein legendärer TV-Auftritt?), wo einem wartenden Kunden für die Wartezeit mal schnell eine Prostituierte angeboten wurde. Welche Art von Geschäft das war, hab ich allerdings vergessen. Da stellt sich dann die Frage, ob man legale Prostitution nicht doch besser kontrollieren kann?!

  4. admin says:

    Ich stimme dir prinzipiell zu, muss dir aber bei der Sache mit dem Film widersprechen.

    Das von dir erwähnte „Angebot“ entsprang nämlich wohl eher den feuchten Träumen der beiden jugendlichen Protagonisten. Ich habe mir den Film mit Vietnamesen angesehen, und die Frau, die den beiden Jungs etwas zuruft, ruft wahrscheinlich alles mögliche, aber definitiv nichts, was irgendwie auf Prostitution hinweisen würde. Höchstwahrscheinlich nuschelt sie irgend ein schlecht betontes englisches Wort, das „wartet“ oder „trinkt was“ oder „esst was“ heißen soll. Pubertierende Jugendliche machen da halt schnell ein unmoralisches Angebot draus, und Sat1 ist viel zu gierig nach solchen Szenen, um sich groß drum zu kümmern, ob es stimmt, oder nicht.

  5. Linksaussen says:

    diskothek ist ein großes wort. ein öffentlicher raum, wo musik gespielt wird und man tanzen kann? dann gibts in köln nämlich noch hunderte von kleinen kneipen/clubs (disko ist ja sowieso ein eher antiquierter begriff), wo ein engagierter mensch musik auflegt und leute ab und zu tanzen.

    aber ist ja wurscht. vietnam hat ein paar mehr einwohner als köln und mit der altersstruktur will man gar nicht erst anfangen.

    wie ist das denn überhaupt so mit sexualmoral und -vorstellungen in vietnam? in den reiseführern liest man sowas ja eher nicht (oder traut den über 60jährigen, die schon vor 30 jahren mal in v. waren, da keine kompetente aussage zu).

  6. admin says:

    Die Frage ist natürlich so allgemein erstmal schwer zu beantworten („Wie ist die Sexualmoral in Deutschland?“ müsste ebenfalls das katholische Dorf und den Hamburger Kiez unter einen Hut bringen…).

    Prinzipiell ist Sex nichts Verwerfliches – er findet nur nicht öffentlich statt, und schon gar nicht außerhalb der Ehe. Den ersten Teil des Satzes meine ich jetzt nicht ironisch. Es wäre beispielsweise kein Problem, ein verheiratetes Paar zu Fragen, ob diese verhüten. Es ist auch sehr üblich, ein frisch verheiratetes Paar zu fragen, wann denn endlich das Kind kommt, und anschließend über Zeugungsfähigkeit oder ähnliches zu diskutieren. Im Vergleich zu Deutschland gibt es also etwas weniger bürgerlich-(christliche?) Prüderie.

    Es ist aber verpönt, vor der Ehe sexuelle Beziehungen zu haben. Es gibt keine freizügigen Werbungen oder Fernsehbilder. Und Prostitution ist wie gesagt verboten, man sieht also keine leichtbekleideten Frauen in der Innenstadt.

    Wie nicht anders zu erwarten ist die Gesellschaft aber im Wandel, und die Jugend ist nicht mehr so ganz einverstanden mit allen traditionellen Vorstellungen der Eltern. Und über untreue Ehemänner gibt es genauso viele Geschichten, wie man sie in Deutschland hört.

    Das bezeichnendste Beispiel für Doppelmoral war für mich im vergangenen Jahr ein „Skandal“ über ein Handy-gedrehtes privates Sex-Filmchen eines hier bekannten weiblichen Fernsehstars. Das Filmchen wurde massenweise von neugierigen Usern heruntergeladen, die junge Frau musste unter Tränen ihre Karriere beenden, aber niemand kam auf die Idee, dass sie möglicherweise in dem ganzen Spiel nicht Täterin, sondern Opfer war. Über ihren Freund, der den Film gedreht hatte, redete jedenfalls erstmal niemand.

    Aber das ist ein anderes Thema, und führt hier eigentlich schon zu weit. In der Rubrik „Liebe und Partner“ dürfte die eine oder andere Geschichte liegen, die auch etwas über das Thema sagt.

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