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Der Strom, das Wasser und die Ampeln

Von Albert Schweitzer soll der Satz stammen, dass er sich am liebsten in Deutsch ausdrückte, wenn es darum ging, etwas möglichst präzise zu sagen (während er abends mit Freunden und Wein lieber Französisch parlierte). In der Tat ist ja das Deutsche recht reich gesegnet mit Pronomen und Präpositionen und Partikeln und Adverben und allem möglichen, um einzelne Wörter möglichst exakt in ein Verhältnis zu anderen Wörtern zu stellen.

Das Vietnamesische ist da anders. Was vor allem im Journalismus Schwierigkeiten bereiten kann. Kürzlich kam in die Redaktion eine Meldung geflattert, dass ein Preis für umweltfreundliche Projektideen verliehen wurde. Der Hauptpreis ging an eine Firma, die… tja, und da war das Problem, die ein System entwickelt hatte um „Strom und Wasser für den Verkehr nach Hanoi“ zu liefern.

Dieser Zusammenhang war mir nicht ganz klar, meinen muttersprachlichen Redakteuren allerdings auch nicht. Die zuckten nur mit den Schultern.

„Es könnte auch heißen, dass sie Strom durch Wasser nach Hanoi liefern wollen“, sagte jemand. Eine andere Redakteurin warf ein, es könne auch bedeuten, dass man „Strom für Verkehr“ liefern wolle „und zusätzlich noch Wassre“. „Hanoi hat immer wieder Wasserprobleme“, gab dann jemand nachdenklich nickend zu bedenken.

Wozu man im Verkehr eigentlich Elektrizität braucht, war dabei genauso wenig klar. Für die Straßenbahn, die irgendwann in den nächsten zehn Jahren möglicherweise kommt?

„Sie wollen Ampeln durch Wasserkraft betreiben“, schlug dann jemand vor. Mir gefiel der Vorschlag so gut, dass ich ihn fast genommen hätte. Wenn ein Text schon so kryptisch ist, dann haben die Hörer wenigstens das Recht, mal was lustiges zu hören.

2 Responses to Der Strom, das Wasser und die Ampeln

  1. RC says:

    wie wäre es wen jemand diese Firma anruf und fragt wozu sie diesen Preis erhalten haben…
    Dann wären alle Zweifell beseitigt…

  2. admin says:

    Der Vorschlag setzt freilich voraus, dass die entsprechende Firma…

    a) …überhaupt eine Presseabteilung hat. Das ist bei vietnamesischen Firmen nicht vorauszusetzen. Eher im Gegenteil.
    b) …der Mensch, der die Presse-Anfrage entgegen nimmt, auch innerhalb der nächsten Zeit zurück ruft. Das ist deutschen Firmen oft schon schwierig zu erklären („Nein, es nützt mir nicht, wenn Sie mir in drei Tagen antworten… Ja, die Zeitung erscheint morgen.“), vielen vietnamesischen Unternehmen oder Organisationen ist es oft schlichtweg egal.
    c) …um 18 Uhr abends, wenn die Meldung auf den Tisch flattert, überhaupt noch zu erreichen ist.

    Alle drei Gründe gelten übrigens in gleicher Weise für die Organisation, die den Preis ausgeschrieben hat. Sie gelten umso mehr, je mehr die Organisation eine staatliche ist.

    PR-Beratung in Vietnam ist bislang fast unbekannt und dementsprechend eine Marktlücke, falls sich jemand berufen fühlt.

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