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Sommercamp mit Höhepunkten

Vietnam lädt seine „Auslandsvietnamesen“ ein. Auslandsvietnamesen sind all jene, die seit längerer Zeit im Ausland leben, und auf die Vietnam seit einigen Jahren wieder ein ganz besonderes Augenmerk hat, weil im Ausland ausgebildete junge Leute besonders wertvoll für die eigene Wirtschaft wären.

Deswegen gibt es schon seit langem die Tradition des „Sommercamps“, an dem Vietnamesen aus der ganzen Welt in „ihre Heimat“ eingeladen werden, um dort andere Vietnamesen und „ihre Kultur“ kennenlernen zu können.

Eine eigentlich feine Sache, auch wenn mich der leicht nationalistische Unterton bei solchen Reden immer stört. Ob jetzt für jemanden, der lange im Ausland gelebt hat oder dort geboren ist die „Heimat“ und die „Kultur“ tatsächlich Vietnamesisch sind, und er die „Pflicht“ hat, zum Aufbau „seines Heimatlandes“ beizutragen, könnte man zumindest vorsichtig infrage stellen. Aber dazu vielleicht ein anderes Mal.

Sommercamp also. Jugendliche versammeln sich in Vietnam und haben Spaß. Dazu, verkünden, die Organisatoren, gebe es auch eine Reise durch Vietnam, mit drei Höhepunkten.

Erster Höhepunkt: Die Jugendlichen werden an den Trauerfeiern zum 40. Todestag einer Gruppe von jungen Frauen teilnehmen, die im Vietnamkrieg durch US-Bomben getötet wurden. Zweiter Höhepunkt: Die Jugendlichen werden einen sehr großen Soldatenfriedhof mit tausenden gefallenen Vietnamesen besuchen. Und dritter Höhepunkt: Die Jugendlichen werden sogenannte „Heldenmütter“ besuchen. Das sind Mütter, deren Söhne im Krieg gefallen sind.

Ich muss ganz ehrlich zugeben, nach sonderlich viel Spaß klingt das nicht.

Und: Man verstehe mich nicht falsch. Jugendliche sollen auch heute noch über die Schrecken des Kriegs aufgeklärt werden, in Europa genauso wie in Asien. Aber: Ob das nun wirklich sämtliche „Höhepunkte“ eines Junged-Camps sein müssen?

One Response to Sommercamp mit Höhepunkten

  1. GF says:

    Ich weiß so etwas auch von Korea. Das Land lädt seine in Ausland adoptierten Kinder (nun Jugendliche) ins Land ein, um die Traditionen, Land und Leute kennen zu lernen. In einem Vorbereitungskurs müssen die Jugendlichen erst einmal die Nationalhymne lernen und in einem Schnelldurchgang sollen sie die Sprache lernen, was unmöglich ist.

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