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Arsen und Spitzenwasser

Ich habe heute ein neues Wort gelernt: Geogen. Geogen bedeutet, dass etwas bereits in der Erde vorhanden ist, also nicht künstlich zugefügt wurde. Beispielsweise beim Trinkwasser. Da gibt es Schadstoffe, die kommen von außen dazu, durch verunreinigte Leitungen oder durch Chemie-Unfälle. Und es gibt Schadstoffe, die sind geogen. Also im Stein. Uran zum Beispiel. Es gibt anscheinend Mineralwasser, das durch uranhaltiges Gestein fließt. Dass man das nicht im Wasserhahn haben möchte, ist klar.

Der Grund, warum ich das Wort gelernt habe, ist allerdings weniger schön. Das Trinkwasser in Hanoi ist nämlich, so durfte ich erfahren, stark mit Arsen belastet. Vor allem für Kinder nicht zu empfehlen. Eigentlich generell nicht zu empfehlen. Zumindest nicht zum Trinken. Zähneputzen und Waschen ist kein Problem. Immerhin, so lautet die frohe Kunde, liegt das nicht an Verunreinigungen, sondern das Arsen ist, eben: geogen.

Das macht die Sache für den Endkunden natürlich nicht besser. Eigentlich sollten Wasserwerke angeblich auch in der Lage sein, Arsen rauszufiltern. Die Hanoier Wasserwerke allerdings offenbar nicht. Auch sämtliche andere Filtermethoden wie Abkochen oder diverse Zusatz-Filter helfen da nicht. Dazu müsste das Wasser nämlich oxidiert werden.

Kurioserweise entstand das Problem erst dadurch, dass man wegen verunreinigtem Oberflächenwasser verstärkt das prinzipiell saubere Grundwasser ausgewichen ist. Vietnam ist da kein Einzelfall. Thailand, Bangladesch und Indien sind ebenfalls betroffen. Auch im Westen der USA ist das Grundwasser stark arsenhaltig, aber dafür sind dort wohl die Wasserwerke besser.

Ach ja, dank Wikipedia weiß ich jetzt auch, dass eine indische Forschungsstudie herausgefunden hat, dass zwei bis drei Knoblauchzehen am Tag den Arsengehalt im Blut deutlich senken. Für Touristen besteht sowieso keine Gefahr, und für alle Leser, die sich in Vietnam aufhalten, gibt es zwei Möglichkeiten: Kein Leitungswasser mehr trinken. Oder mehr Knoblauch essen.

4 Responses to Arsen und Spitzenwasser

  1. Dom says:

    das arsen zeugs kommt aus Bangladesh habe ich gehört, dort ist es schon seit längerem „aktiv“

  2. Martin says:

    „Das Trinkwasser in Hanoi ist nämlich, so durfte ich erfahren, stark mit Arsen belastet.“

    Hm, das Leitungswasser. Nicht das „Trinkwasser“. Für europäische Mägen wird doch eh meist empfohlen, außerhalb des eigenen Landes kein Wasser aus der Leitung zu trinken.

    Ich habe davon aber auch gehört. Es hieß dann aber, dass der Gehalt angeblich schon stark zurück gegangen ist (im Vergleich zu vor 4 Jahren), und auch, dass viele Vietnamesen das Problem kennen und deswegen das Wasser sehr stark abkochen – was genau gar gar nix bringt.

    Das wirkliche Trinkwasser, was man in Flaschen kaufen kann, hat aber auch ein Problem. Es ist zu mineralarm. Zu stark gefiltert. Die Osmose ist zu hart und so nähert sich das „Trinkwasser“ beinahe schon „destilliertem Wasser“. Und das bringt der Langnase ein weiteres Problem ein. Durch die Hitze verliert man eh schon haufenweise Mineralien, durch das mineralarme Wasser wird der Körper darüber hinaus ausgespült. Und dies kann zu Schwächeanfällen führen. Oder gar zu Burnout-Syndrom, etc. Ich hatte nach 2 Monaten einen kleinen Zitteranfall, der aber dann nach dem Einfwurf von Magnesium, Calcium und Multivitaminen ging es rasch wieder besser. Die besten

    Im Supermarkt gibt es vn Trinkwasser für etwa 40 Cent / Liter, Evian für etwa 1,20 € / Liter – was eine Investition sein könnte…

  3. admin says:

    Ich bin nach den zwei Jahren hier durchaus übergegangen, das Leitungswasser als „Trinkwasser“ zu benutzen. Zumindest abgekocht und/oder gefiltert. Auch der Großteil der Suppen und Speisen hier dürfte mit gekochtem Leitungswasser zubereitet sein.

    Mein Magen hatte damit keine Probleme, ich war aber immer etwas skeptisch, was eventuelle chemische Kontamination angeht, die man erst Jahre später bemerkt.

    Über die Wirksamkeit der Filter werde ich mich nochmal schlau machen, da hört man hier sehr unterschiedliches, wobei es eben auch sehr unterschiedliche Filter gibt. Bis auf weiteres kommt aber die 20-Liter-LaVie-Flasche auch beim Kochen etwas öfter zum Einsatz.

  4. Martin says:

    In unserer Küche hatten wir immer „Trinkwasser“ in solch blauen großen Kanistern:
    http://hanoi08.files.wordpress.com/2008/05/p1030083.jpg
    http://hanoi08.files.wordpress.com/2008/05/p1030082.jpg
    Sehr bezahlbar. Email wg Telefonnummer schick ich Dir.

    Die Infos bzgl der Wasserqualität & Filtergrade habe ich von meinem dortigen Boss, der seit über 10 Jahren fix in Hanoi lebt, und vor 17 Jahren das erste Mal nach Vietnam kam. Er schluckt auch diese Nahrungsergänzungstabletten mit Mineralien & Vitaminen.

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