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Ein paar Zahlen

Internationale Tage-für-irgendwas sind immer recht praktisch, denn dann berichten alle Zeitungen der Welt über dasselbe. Also kann man endlich auch mal ein paar Zahlen vergleich. Vergangene Woche war Weltaidstag. Seitdem wissen wir: In Deutschland leben derzeit 63.500 HIV-infizierte Menschen. Und seit die Seuche in Deutschland offiziell diagnostiziert wurde, sind 27.500 Menschen daran gestorben.

Vietnam hat ungefähr dieselbe Einwohnerzahl wie Deutschland, deswegen kann man immer recht gut vergleichen (noch… angesichts der demographischen Stagnation in Deutschland und des Anstiegs in Vietnam wird sich das wohl bald ändern). Hier etwa 84 Millionen, dort etwa 80 Millionen.

In Vietnam leben derzeit offiziell etwa 136.000 HIV-Infizierte, also gut das Doppelte. Gestorben sind seit Ausbruch der Seuche (die in Vietnam allerdings erstmals 1990 diagnostiziert wurde, in Deutschland schon in den 80ern) 41.000, also ebenfalls fast das Doppelte.

Über Dunkelziffern ist schlecht zu mutmaßen. Aids gilt in Vietnam noch immer als großes Stigma, es gibt viele persönliche Berichte von Erkrankten, die an Selbstmord denken. Es zählt zu den so genannten „Sozialen Übeln“, beziehungsweise ist eine Krankheit, die hier nach Volksweisheit nur von „Sozialen Übeln“ hervorgerufen werden kann. Soziale Übel ist ein Terminus, der für alles gilt, was pfuibäh ist, und was ein „normaler“ Vietnamese nicht tut, es sei denn er ist charakterlich verdorben: Prositution, Drogenkonsum, etc. Die Realität sieht leider anders aus, und die so genannten Sozialübel sind durchaus ein Teil des Alltags, auch wenn er tabuisiert und totgeschwiegen wird. Eine solche moralische Einteilung in gut/böse hilft natürlich nur bedingt beim Kampf und bei der Aufarbeitung gegen Krankheiten wie Aids.

So beunruhigend die Zahlen sein mögen – sie sind zumindest nicht uferlos, und lassen sich noch eindämmen. Eine nüchternere Herangehensweise an „Soziale Übel“ wäre allerdings eine wichtige Voraussetzung dafür. Und das wiederum bedeutet, Geist und Gewissen zu ändern – was bekanntlich viel zeitaufwändiger und schwieriger ist, als Wunden zu verarzten.

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