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Das Blumen-Gemetzel

Ich bin von verschiedenen Leuten darauf aufmerksam gemacht worden, mir doch das Blumen- und Bonsai-Festival am Hoan-Kiem-See anzuschauen. Mit kunstvoll arrangierten Blumengestecken und ganzen Tier-Skulpturen aus Blumen wurde rund um den See einige Tage lang gefeiert.

Was genau da gefeiert wurde, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten. Selbst einige Hanoier sagten, es werde unter anderem das Neue Jahr gefeiert, obwohl für die Vietnamesen das Neujahr noch gar nicht begonnen hat (sondern erst am 26. Januar). Mein ganz persönlicher Eindruck ist, dass Weihnachten und Silvester dieses Jahr stärker mit Feiern, Schmuck und Symbolen verbunden waren als noch vor zwei Jahren. Vielleicht machen beide Feste hier so eine Art kulturelle Trend-Wanderung durch. Die Thailänder feiern ja mittlerweile auch dreimal Neujahr.

Offiziell wurde jedenfalls das „1000-jährige Bestehen von Hanoi“ gefeiert. Das jährt sich erst im Jahr 2010. Das stört aber in Vietnam niemanden, erst recht nicht, wenn man sich als Stadtverwaltung und lokale Öffentlichkeit ein wenig selbst auf die Schulter klopfen kann. Deswegen erhalten schon seit ein bis zwei Jahren immer wieder Veranstaltungen das Prädikat „Feiern zum 1000-jährigen Bestehen“. Auf die Idee, mal schon am Donnerstag den Sonntag zu feiern und nicht zu arbeiten, ist hier aber leider noch niemand gekommen. Das würde ich vor allem bei den Bauarbeitern in der Nähe deutlich begrüßen.
Jedenfalls gab es über eine ganze Seepromenadenhäfte entlang Blumen zu bestaunen. Die Stände wurden sogar auf die Straße verlegt, und zwar mit Vorderseite zur Straße, was zur Folge hatte, dass man als Zuschauer auch außen vorbeilaufen musste.

Das wiederum hatte natürlich die obligatorischen Staus zur Folge. Die Straße rund um den See ist zwar breit, aber eine Spur Blumen und eine Spur mit Schaulustigen hält die beste Straße nicht aus.

Leider war am Sonntag von Blumenpracht nicht mehr viel zu sehen. Stattdessen bot sich ein Bild des Grauens: Fast alle Blumen waren am Welken. Die einzigen, die nicht welkten, und dementsprechend heftig fotografiert wurden, waren künstliche Blumen. Nun kann man nicht erwarten, dass Blumengestecke ewig halten. Bei genauerem Hinsehen entpuppte sich der Großteil des welken Blumengemetzels allerdings als eingetopfte Blumen und Kleinsträucher, mit viel, viel Erde drin und einer Lebenserwartung von „mindestens wenn nicht noch mehr“.

Insofern war die ganze Sache eher zum Weinen als zum Lachen. Keine Ahnung was da schief gegangen ist. Entweder die Veranstaltung wurde nicht von Botanikern, sondern von oben genannten Verwaltungsverantwortlichen geplant. Oder beim Transport der Blumen ist irgendwas fürchterlich schief gelaufen, wovon sich die Pflanzen auch in der ruhigen Lage des Sees nicht mehr erholen konnten. Oder die Sache offenbarte einen schauderhaften Blick in das Umweltverständnis der Verantwortlichen nach dem Motto: „Wenn das Ding um ist, können die Blumen ruhig verrecken.“

Vielleicht hätte man die kleine Ausstellung lieber doch nicht unter das Motto „1000 Jahre Hanoi“ stellen sollen. Als positive Analogie bietet sich nämlich keines der drei Erklärungsmuster an.

7 Responses to Das Blumen-Gemetzel

  1. Tu says:

    ah, du bist wieder hier. ^^

    Ich finde eigentlich das Blumenfest gar nicht schoen obwohl es viele Arten von Blumen gibt, vielleicht weil ich schon mehr mal auf dem Blumenfelde am Stadtrand war. dort ist es immer frisch. Und das Verhalten von Leute hier bei dem Blumenfest waren schrecklich und laecherlich. :D

  2. GF says:

    Wir haben noch beim Aufbauen der Blumenschau zugesehen und fanden es sehr interessant. Es hat uns an unsere Heimatstadt im Frühling erinnert, wo auch jedes Jahr Gärtnereien Blumen- und Pflanzenlandschaften aufbauen. Allerdings werden sie nach einem Wochenende wieder abgebaut und sind nicht verwelkt. Wir haben jedoch viele Wachleute gesehen, die die Blumenarrangements beschützten. Bei uns klagen die Gärtnereine immer wieder über den „Pflanzenklau“. Bei uns gibt es eben nicht so viel Wachpersonal, bzw. ist sehr teuer.
    Uns hat vor allem die Bonsai-Ausstellung sehr gefallen und wir hoffen, dass alle Bäume unbeschadet geblieben sind. Sie waren sehr beeindruckend.

  3. GF says:

    Wir haben noch beim Aufbauen der Blumenschau zugesehen und fanden es sehr interessant. Es hat uns an unsere Heimatstadt im Frühling erinnert, wo auch jedes Jahr Gärtnereien Blumen- und Pflanzenlandschaften aufbauen. Allerdings werden sie nach einem Wochenende wieder abgebaut und sind nicht verwelkt. Wir haben jedoch viele Wachleute gesehen, die die Blumenarrangements beschützten. Bei uns klagen die Gärtnereien immer wieder über den „Pflanzenklau“. Bei uns gibt es eben nicht so viel Wachpersonal, bzw. ist sehr teuer.
    Uns hat vor allem die Bonsai-Ausstellung sehr gefallen und wir hoffen, dass alle Bäume unbeschadet geblieben sind. Sie waren sehr beeindruckend.

  4. Alex says:

    Sag mal wie teuer ist da die Milch ungefähr pro liter,…

    wie teuer ist das leben überhaupt inzwischen in einer Stadt wie Saigon.

    Ich war im Sommer 2006 das letztemal in VN. hat sich seit dem viel verändert?

    Gruss Alex

    PS. Eine Kategorie „Wirtschaft“ wäre auch nicht uninteressant.

  5. NTN says:

    Die Hanoier sind einfach barbarisch. Sie haben die Blumen und Kunstwerke geflueckt und zerstoert. Es passierte schon mal letztes Jahr mit den japanischen Kirschblueten. Wir sind schon so unten mit der Kultur, ist das untergekommene Erziehungssytem daran Schuld? Ich schaeme mich!

  6. Tu says:

    Nicht alle Hanoier, sondern nur einige…^^

    und ausserdem denke ich, dass es nun neue Hanoier und fruehere Hanoier gibt. fruehere echte Hanoier sind immer anders als neue. :D Schade dass viele Leute, die eigentlich gar nicht Hanoier sind, nennt man (und nennen sie sich selbst) Hanoier, nur weil sie hier arbeiten oder wohnen.

  7. ngungon says:

    Vandalismus ist mir nicht aufgefallen. Die Schäden, die ich gesehen habe, waren eindeutig verwelkte und ungepflegte Blumen, keine ausgerissenen oder mutwillig zerstörten. Das mag auch vorgekommen sein, aber es war nicht das, was mir auffiel.

    @ offtopic, aber wo ich schon dabei bin: Milch ist definitiv teurer geworden, wir hatten ja eine prächtige Inflation 2008. Hab die Preise aber grad nicht im Kopf. Seit dem Melamin-Skandal trinke ich auch verstärkt Frischmilch, und keine H-Milch mehr, und das ist natürlich eh teurer.

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