Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/3/d22132538/htdocs/ngungon/wp-includes/post-template.php on line 284

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/3/d22132538/htdocs/ngungon/wp-includes/post-template.php on line 284

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/3/d22132538/htdocs/ngungon/wp-includes/post-template.php on line 284

Warning: count(): Parameter must be an array or an object that implements Countable in /homepages/3/d22132538/htdocs/ngungon/wp-includes/post-template.php on line 284

Essen und Sex

Touristen und Ausländer in Vietnam werden gerne mal gefragt, wie sie das vietnamesische Essen finden. Eigentlich eine Frage, die oft an vierter Stelle kommt (nach: Wie heißt du? Wo kommst du her? und Bist du schon verheiratet?). Darauf empfiehlt es sich natürlich, höflich zu sagen, dass vietnamesisches Essen sehr gut sei. Was nicht weiter schwerfallen sollte, immerhin ist es das auch.

Schwieriger wird es, sollte ein grinsender, meist männlicher Gesprächspartner fragen, ob man denn lieber die traditionelle Nudelsuppe Pho oder Reis ist. Auf diese Frage sollte man vielleicht lieber gar nicht antworten. Möglicherweise ist sie nämlich nur gestellt, damit der Gesprächspartner was zu lachen hat. Es gibt nämlich eine Redewendung in Vietnam, die da lautet „Lieber Suppe als Reis essen“, und das wiederum bedeutet, dass man außerhalb des Hauses noch eine Liebhaberin hat.

Vietnamesische Männer scheinen solche sexuellen Anspielungen zu lieben. In der Tat gibt es viele Frauen, die (meist unter der Hand) ziemlich genervt davon sind, dass männliche Kollegen eigentlich den ganzen Tag über Sex reden. Oder noch nicht einmal das. Sie machen nur den ganzen Tag doppeldeutige Witze. Ausländer, die versuchen, Vietnamesisch zu lernen, stellen oft erstaunt fest, dass sie offenbar ständig die Vokabeln immer so falsch aussprechen, dass sich dahinter irgend eine schlüpfrige Doppeldeutigkeit verbirgt. Da mag etwas dran sein, denn vietnamesische Betonung ist nunmal für Westler schwierig. Andererseits kann es auch gut sein, dass die vietnamesischen Gesprächspartner schlicht einen Heidenspaß daran haben, Dinge absichtlich misszuverstehen, um dann über das schlüpfrige Wort lachen zu können. Ich mag mich täuschen, aber ein Ausländer, der in Deutschland „schwul“ statt „schwül“ sagt, würde vermutlich nicht ausgelacht.

Eine Freund erzählte jüngst von einem Arbeitskollegen und jungen Team-Leiter, der vier Jahre lang kein Kind bekommen konnte. In Vietnam ein echtes Problem, denn eigentlich erwarten die Eltern (und die Freunde, und die Verwandten und die Kollegen) spätestens zehn Monate nach der Heirat Nachwuchs. Als es dann schließlich klappte, wurde ihm fortan regelmäßig zugeprostete für den Erfolg, mit den Worten: „Dank dir und deiner Abteilung“. Anders gesagt, die Kollegen hatten offenbar tierisch Spaß daran, zu implizieren, dass einer seiner Mitarbeiter die Frau geschwängert habe, denn wer nach vier Jahren kein Kind hat, der kann ja nur impotent sein. Dieser „Witz“ wurde nicht einmal gemacht, sondern wochenlang. Der junge Mann lachte natürlich mit, was blieb ihm anderes übrig, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er das so richtig witzig fand. Besonders bizarr wird die Geschichte noch dadurch, dass er offenbar tatsächlich sehr unter seiner Kinderlosigkeit gelitten hatte und von Krankenhaus zu Krankenhaus gerannt war, um die ganze moderne Welt der künstlichen Befruchtungsmöglichkeiten auszuprobieren.

Ich kann mir nicht ganz helfen, und will auch keine Gesellschaft für ihre Gepflogenheiten und ihren Humor verurteilen, aber auf mich wirken solche Dinge eher pubertär. Manchmal hat man das Gefühl, viele vietnamesische Männer hätten möglicherweise wegen der strengen Moral (und der vielen Schul-Aufgaben) ihre Pubertät nicht ausleben können, und tun dies nun stattdessen als 30-Jährige. Was auf Außenstehende deutlich befremdend wirkt, wobei die meisten Außenstehenden das Glück haben, dass sie eh nichts verstehen. Ich würde es auch gerne auf den Bildungsstand schieben, kann ich aber nicht, denn ich höre solche Geschichten (und Klagen) sowohl aus Computerfirmen wie aus Versicherungsbüros.

Die Moral von der Geschichte ist übrigens: Vietnamesisches Essen schmeckt gut, aber Suppe schmeckt nie besser als Reis.

One Response to Essen und Sex

  1. heike vetter says:

    pubertierende vietnamesische Maenner haben wir reichlich als Mitarbeiter. Ich schiebe dies auf die voellig verklemmten Umgang der Erziehung in Elternhaus und Schule mit dem Thema Sexualitaet. Wenn auf dem Cover des deutschen Stern, Unter-und Oberteil einer in Unterwaesche befindlichen Dame geschwaerzt werden, sagt dies ja viel ueber die „Erzieher“ dieses Systems..Auf der anderen Seite zieht jeder unserer Arbeiter Pornos auf das Mobile, sobald jedoch eine „Westlerin“ im Bikini am Pool auftaucht, tauchen genau diese Vietnamesen ab. Ausserdem stelle ich einen ungeheuren Mutterkomplex fest. Die Jungs haben scheinbar nicht lange genug an der muetterlichen Brust liegen duerfen. Alles ueber Koerbchengreasse A laesst geradezu das Werkzeug aus der Hand fallen. Im Uebrigen sind vietnamesische Frauen auch nicht weg von der Welt. Unsere Buerodamen schauen sich muskelbepackte Westler in Tanga im www an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.