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Gestern habe ich…

… gegen vietnamesisches Gesetz verstoßen. Wir sind nämlich Karaoke-Singen gegangen. Und haben dabei getanzt, jawoll. Und zwar nachdem wir Improvisationstheater nach Hanoi gebracht haben, mit dem ersten Auftritt der „Unrehearsals„. Es war dann doch überraschend viel Publikum da, ich würde schätzen etwa 50 Leute. Und wir machen auf jeden Fall noch mal eine Aufführung.

Kleine Anekdote am Rande: Gestern zwar nicht auf der Bühne, aber prinzipiell Teil unserer Gruppe ist Joe. Joe ist ein Kanadier, den fast niemand von den Ausländern kennt, aber dafür jeder Vietnamese. Das hat einen Grund. Joe tritt nämlich regelmäßig im vietnamesischen Fernsehen auf. Was heißt auftreten… er hat dort seine eigene Show. Und er ist für sämtliche Arten von Fernseh-Shows sozusagen der Universal-Celebrity, bis hin zu vietnamesischen Spielarten von „Dschungel-Camp“ und solchen Dingen. Inklusive Celebrity-Tratsch darüber, dass er offenbar mal mit Miss Vietnam ausgegangen ist. Außerdem schreibt er ein Blog. Auf Vietnamesisch. In dem er unter anderem vietnamesische Wortspiele macht und die vietnamesische Sprache kommentiert. Gelernt hat er das alles hier vor Ort, seit er 2003 hierher kam. Es gibt also noch Hoffnung für mich. Auch wenn ich insgesamt wenige Ausländer kennen, die es wirklich schaffen, fließend Vietnamesische zu sprechen (der kubanische Botschafter ist einer davon).

Jedenfalls tauchte Joe über Umwege bei einer unserer Proben auf, ohne dass irgend jemand von uns ihn erkannt hätte (auch wenn er mir irgendwie bekannt vorkam). Als ich dann anschließend vietnamesischen Freunden und Bekannten erzählt habe, dass „Joe“ Teil unseres Teams ist, fragte kein einziger „Welcher Joe?“ oder „Wer ist Joe?“ sondern alle fragten: „Tatsächlich?“. So bekannt ist Joe.

Zurück zum Gesetzesverstoß. Wir haben alle gemeinsam gefeiert. Und gemeinsam singen, ohne früher oder später aufzustehen, und zu tanzen, ist ziemlich steif, albern und langweilig. Allerdings habe ich jetzt noch eine weitere Erklärung erhalten für das Tanz-Verbot in Karaoke-Bars. Es geht nur zum Teil um Prostitution, und zum anderen Teil um Drogen. Denn stundenlang Tanzen, so ist der Gesetzgeber überzeugt, kann man nur, wenn man sich vorher Ecstasy eingeworfen hat. Wer also stundelang in Karaoke-Bars gemeinsam singt und tanzt, der muss vorher Drogen genommen haben. Im nächsten Satz sagt er dann allerdings: „Wer tanzen will, soll in Discos gehen.“ Warum Discotheken wiederum offenbar drogenfrei sind, sagt er nicht.

Aber, es gibt auch eine gute Nachricht: Der Gesetzgeber will gnädig und der Situation angemessen sein. „Wer sich zu sanfter Musik bewegt, keinen Wein trinkt, und dabei nicht laut singt, der wird eine milde Strafe erhalten.“ Das ist gut zu wissen. Das gesamte Interview ist wirklich sehr lesenswert.

Verstoßen haben wir jedenfalls trotzdem. Gleich doppelt. Ich war nämlich erst um 3 Uhr morgens wieder zu Hause.

4 Responses to Gestern habe ich…

  1. Tu says:

    Ich hab letztes Jahr Joe auch schon mal getroffen (Wegen einer Arbeit meiner Freundin, sie musste einen Artikel über ihn schreiben ). Er ist lustig. In einem Entry in seinem Blog (mit Title „Thi v?“: http://blog.360.yahoo.com/blog-ZMOTQG87dKNqpNerKypCkL2a?l=51&u=55&mx=112&lmt=5 ) hat er über unseres Treffen geschrieben. ( Er hat damals vorher beim Chatten „thú v?“ sagen mochte, aber dann hat er falsch getyppt, „thi v?“, und wir haben ihn sehr bewundert, dass er sogar dieses Wort gewusst und richtig benutzt hat. Wir haben ihm Kompliment gemacht. Aber er hat damals gar nicht gesagt, dass es nur ein Zufall war und dass er das Wort „thi v?“ gar nicht gewusst hat. Auch beim Treffen in einem Cafe hat er uns das noch nicht verraten. Aber danach zuhause hat er diesen Entry geschrieben. +_+ so schlau.)

  2. benem says:

    die sprache lernen halten viele oft fuer unnoetig. Thailand ist voll von tausender deutscher, die seit 5-10 jahren hier leben, aber keiner spricht thai. Ein trauerspiel. So einen bekannten europaer im fernsehen, der thai spricht, gibt es in bkk auch, der ist lustig und ich hoffe eines tages auchnthai sprechen zu koennen, wie er es kann.
    Gruss: ben

  3. Kanadier haben ein besonderes Talent für asiatische Sprachen. So scheint es zumindest. Auch in China verblüfft ein Kanadier die Menschen schon seit Jahren. Mark Henry Rowswell aus Ontario – oder auch „Dashan“ – ist einer der bekanntesten Comedians des Landes und berühmt für seine Mandarin-Sprachspiele.

  4. Martin says:

    Oh,Oh…
    du Gesetzloser! Lass das mal nicht zur Gewohnheit werden….:-)

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