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Zurück im Land

Ich war ein paar Tage unterwegs. Da ich hier ja leider mittlerweile nicht mehr täglich schreibe, wie ursprünglich mal geplant, ist das aber möglicherweise nicht aufgefallen.

Jedenfalls habe ich den doppelten Feiertag (30. April, Tag der Vereinigung Vietnams nach dem Sieg 1975 in Saigon und 1. Mai, Tag der Arbeit) genutzt, um Singapur zu besuchen. Es scheint so, als wolle Vietnam mir jedes Mal, wenn ich im Ausland war, nochmal ganz bewusst seine charmanten Schwächen vor Augen führen. Das letzte Mal, nach Kambodscha mit seinen überaus freundlichen Motorradtaxi-Fahrern, war es ja der unglaublich mürrische Hanoier Taxifahrer, der sich weigerte, die Fenster zu schließen, und sich stattdessen taub stellte.

Die Singapuris hatten gerade heute in der Zeitung selbst eine große Diskussion darüber, ob sie „freundlich“ sind oder nicht, woraus wir schließen, dass Freundlichkeit nun nicht unbedingt das bestechendste Merkmal des Stadtstaates ist (obwohl ich persönlich sagen muss, dass ich durch die Bank nur sehr freundliche Leute getroffen habe, die einem sogar den Lift aufhalten). Stattdessen ganz unzweifelhafte Merkmale sind: Effizienz und Organisation. Der Flughafen Singapur gehört zu den am durchdachtesten und best organisiertesten Flughäfen, die ich erleben durfte. (Und liegt damit leider auch Meilen vor Frankfurt, der eigentlich auch recht schön organisiert ist, bei dem einen aber die Zollbeamten in mürrischster deutscher Beamtenqualität anraunzen, warum man denn gefälligst kein Deutsch mit ihnen spreche. Am Schalter für die Rückgabe der Mehrwertsteuer wohlgemerkt. Also an einem Ort, an dem sich sicherlich jeder aufhält, nur kein einziger Deutscher. Aber das nur am Rand.)

Zurück zu Hanoi. Im wahrsten Sinne des Wortes. Dass der Hanoier Flughafen es nicht in die Top10 der „modernsten Flughäfen der Welt“ schaffen würde, ist keine Überraschung, und das würde auch niemand verlangen. Heute allerdings schaffte er es, meinen Koffer verschwinden zu lassen. Die Männer am Gepäckband erklärten, alle Koffer seien schon da. Der Mann am Lost&Found-Schalter sagte, es seien noch nicht alle Koffer da. Der Mann am Ausgang zum Rollfeld sagte, es kämen keine Arbeiter von Flug VN744 mehr, wir sollten zum Lost&Found-Schalter gehen. Und so weiter.

Nach einer halben Stunde tauchte er dann schließlich auf, der Koffer. Allerdings schaffte er es nur die Hälfte der Gepäckrampe nach oben, dann hielt das Band an. Schließlich waren ja alle Koffer schon da. Es dauerte dann ein wenig, bis jemand gefunden war, der die Rampe wieder anschmiss, sodass auch die letzten fünf Koffer aufs Gepäckband geschmissen wurden.

Wie gesagt: Vietnam scheint sich auf seine höchst charmante Weise immer gezielt die richtige Schwäche herauszusuchen, um eindrucksvoll zu demonstrieren, dass man wieder zu Hause ist.
Der Taxifahrer war diesmal dann aber sehr freundlich.

3 Responses to Zurück im Land

  1. GF says:

    Schön, dass wir wieder in deinem Blog lesen können. Dass du nicht mehr täglich schreibst, ist uns schon länger aufgefallen.

  2. Frankfurt organisiert? Pardon, da widerspreche ich allerdings energisch. Seit es das zweite Terminal gibt ist es das reinste Chaos. Völlig verquere Beschilderung, Personal, dass selber nicht genau weiß, wo es zu welchem Gate geht (mmh, da hinten links die Treppe hoch und dann mit der Bahn, nein, sorry, vorne rechts hinter den Cafes müsste Ihr Gate sein), usw. Frage mal Ausländer, was sie vom Frankfurter Flughafen halten. Bislang hörte ich nur Klagen die ich bestätige. Du bist in der Tat der erste, der dem Wirrwarr etwas positives zuzuschreiben vermag.

    Aber schön, wieder hier lesen zu können.

  3. NTN says:

    Ich wohne in Singapur, wo ich wenigsten mein Wissen und Faehigkeit anwenden kann. Es its zwar nicht alles perfekt in Singapur aber diese kleine Stadt hat mir etwas zu bieten was Deutschland und Vietnam nicht machen koenen: Meritokratie. Man schaetzt und erkennt Talente an. Es macht nicht aus ob man ein Auslaender ist. Nicht nur der Flughafen, unsere Unis hier gehoeren auch zu den feinsten.

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