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Englisch: Mangelhaft

Die vietnamesische Online-Zeitung Vietnam Net brachte diese Woche einen Artikel über die Sprachprobleme von vietnamesischen Studenten im Ausland. Zitiert wurden zwei Vietnamesen, die zwar beim Englisch-Sprachtest IELTS gut abschnitten, aber bei ihrer Ankunkft in England beziehungsweise Australien kein einziges Wort verstanden. Der Artikel zitierte auch einen britischen Professor, der feststellte, dass die Englischkenntnisse von Vietnamesen sich selbst Jahre nach dem Studium kaum verbessert hätten.

Das Problem existiert in der Tat. Und es hat ganz unterschiedliche Gründe und Ausprägungen. Artikel und Professor konzentrieren sich vor allem auf einen Grund: Akademische Sprache hat oft wenig mit Alltagssprache zu tun. So komme es, dass ausländische Studenten zwar bisweilen im Unterricht folgen könnten, aber im Alltag trotzdem nicht zurecht kämen. Das Problem diverser Dialekte nicht mit eingerechnet. Ich gebe selbst zu, dass ich unglaubliche Schwierigkeiten habe, Australier zu verstehen, weil ich deren Idiom schlicht nicht gewöhnt bin. Sobald jemand anfängt, Englisch zu sprechen, und ich habe Schwierigkeiten, ihm zu folgen, ist es zu 90 Prozent ein Australier.

Ein anderer Grund taucht in dem Artikel allerdings nicht auf. Und zwar die Tatsache, dass es aus meiner Sicht unter vietnamesischen Schülern weit verbreitet ist, zu denken: „Nicht für das Leben, für die Schule lernen wir.“ Da tut ein dröges und verkrustetes pädagogisches Denken sicherlich seinen Teil dazu. Tests, Examen und Prüfungen werden, soweit ich das beobachten konnte, von vielen Schülern und Studenten jedenfalls als Dinge angesehen, die man irgendwie überwinden muss, egal wie. Am besten, indem man möglichst punktgenau lernt.

Es gibt in Hanoi sehr viele Werbeanzeigen und doppelt so viele Mund-zu-Mund vorgetragene Geschichten über Möglichkeiten, wie man Englischsprachtests „knacken“ kann. Auf Deutsch: Wie man sie besteht, ohne Englisch zu sprechen. Ob da etwas dran ist, kann ich nicht sagen, denn ich habe nie in meinem Leben einen TOEFL oder IELTS-Test gemacht. Fakt ist, viele Vietnamesen glauben an diese Möglichkeit, zahlen für entsprechende Crash-Kurse Geld, und gehen dermaßen vorbereitet in die Prüfungen. Ob sie dann am Ende einfach nur Glück haben, oder tatsächlich todsichere Tipps, entzieht sich wie gesagt meiner Kenntnis.

Dass sie auf diese Weise im Ausland natürlich nicht glücklich werden können, versteht sich wohl leider von selbst. Andererseits mag es auch solche Studenten geben, denen es bereits ausreicht, eine ausländische Universität im Lebenslauf stehen zu haben.

Das betrifft natürlich nicht alle vietnamesischen Studenten. Ich habe viele Vietnamesen kennen gelernt, die ausgezeichnetes Englisch sprechen. Allerdings auch solche, die anscheinend in Oxford Jura studieren, oder in Harvard Wirtschaftswissenschaften, aber die nicht in der Lage waren, einen einzigen englischen Satz zu sprechen. Jedenfalls nicht mit mir.

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