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In eigener Sache

Dieses hier ist der 17. Eintrag für September. Damit habe ich diesen Monat so viele Einträge geschrieben, wie seit genau einem Jahr nicht mehr. Seit einem Jahr gab es hier nämlich durchschnittlich nur noch jeden zweiten Tag etwas zu lesen, meistens sogar noch deutlich seltener.

Ich hatte mir gezielt vorgenommen, die Zahl der Einträge wieder zu erhöhen. Das hat jetzt für die erste Hälfte des Monats schon mal geklappt. Mal sehen, ob ich das auch weiterhin schaffe.

Diese Webseite hatte, als sie online ging, das Ziel, alltägliche Dinge aus dem Alltag zu berichten. Aus dem „anderen Alltag“ eines fremden Lands und einer fremden Kultur. Wenn man fast seit drei Jahren in einem Land lebt, dann wird vieles freilich langsam vertraut, und ist gar nicht mehr „anders“. Und damit auch nicht mehr berichtenswert.

Vor ein paar Wochen sprach ich mit einer frisch aus Deutschland angereisten Frau, die mir nicht glauben wollte, dass die Vietnamesen ihr Gehalt überwiegend in bar ausgezahlt bekommen, und auch Häuser, Autos und Aktien oft in bar zahlen. Das war einer der Momente, an denen mir bewusst wurde, wie sehr ich mich an vieles schon gewöhnt habe, was für Leute in Deutschland immer noch äußerst fremd sein muss.

Dementsprechend schwieriger ist es auch geworden, hier täglich einen kleinen, unverbindlichen Eintrag zu hinterlassen. Vieles ist schon einmal beschrieben. Der eigene Anspruch wird größer. Man möchte die Dinge exakt erfassen. Wo es am Anfang noch ausreichte, einfach nur seine Verwunderung auszudrücken, möchte man plötzlich Erklärungen anbieten, mindestens. Am besten gleich komplette wissenschaftliche Analysen. Oder man scheut sich auf einmal, etwas überhaupt in den Raum zu stellen. („Ja, diese Person hat so und so gehandelt, aber man kann das natürlich nicht verallgemeinern…“).

Das ist, nebenbei bemerkt, eine Entwicklung, von der mir ganz generell viele ältere Journalisten erzählt haben: Wenn man beginnt, dann hat man noch den Mut und die Chuzpe, Dinge zu verkürzen, plakativ darzustellen und dabei auch Fehler zu machen. Je mehr man weiß, desto abwägender, vorsichtiger und langatmiger wird man oft. Das Problem an der Sache: Abwägend, vorsichtig und langatmig ist oft auch einfach langweiliger zu lesen. „Heute würde ich das so nicht mehr schreiben“, sagen sie dann zu einem Artikel aus ihrer Jugendzeit. Um dann hinterher zu schieben: „Aber eigentlich ist es schade, dass ich heute so nicht mehr schreiben kann.“

Ich werde also versuchen, irgendwie beidem gerecht zu werden. Man kann sich natürlich auch zwingen, die Wunder des Alltags zu sehen. Sie liegen ja auf der Straße. Nebenbei wird es auch weiterhin gelegentlich Versuche geben, Dingen mehr auf den Grund zu gehen. Und hoffentlich wird das insgesamt dazu führen, dass hier wieder „alle 1-2 Tage“ ein Eintrag erscheint. Und nicht mehr „alle 2-5 Tage“.

Aber ich warne schonmal: Die nächste Delle kommt bestimmt. Früher oder später.

2 Responses to In eigener Sache

  1. Benem says:

    Beitraege zu erzwingen wird aber auch nicht viel bringen, da diese genauso schwer zu lesen sind, wie sie geschrieben wurden.

    Alltag ist doch immer noch am interssantesten, das einfache und persoenlich ist es, was ich gerne lese.

    Gruss:
    Ben

  2. Thorsten says:

    Das kann ich alles gut nachvollziehen, bitte Dich aber trotzdem, einfach immer schön genau hinzuschauen und zu überlegen: warum machen die das so? und uns dann deine Beobachtungen und Überlegungen mitzuteilen – auch wenn sie vielleicht eher aus dem Bauch raus kommen als aus Wikipedia oder dem Geschichtsbuch…

    Ein Problem, das ich mit meinem Blog habe (und das Du ja auch ansatzweise beschreibst) ist, dass man mitlerweile viele seiner Leser kennt – es sind nicht mehr nur anonyme Interessierte im www, sondern Freunde, Bekannte, Geschäftspartner. Und da kann man nicht mehr einfach so politisch unkorrekt drauflos schreiben. Ich kann das zumindest leider nicht mehr. Man will ja auch keine diplomatischen Verwicklungen oder nachhaltigen Verstimmungen, weil man etwas flapsig, sarkastisch oder ironisch formuliert hat… Die Reaktionen auf meinen „Miss Bhutan“ Artikel haben mir da echt einen Dämpfer erteilt… (http://tocologne.wordpress.com/2008/10/13/miss-bhutan-2008/)

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