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Keine Wahl

Die Bundestagswahl wird am Sonntag leider ohne mich stattfinden. Die Betonung liegt auf „leider“. Im Frühling bereits wurden Merkblätter von der deutschen Botschaft an Deutsche im Ausland verteilt, wie man seinen Wahlschein für die beiden Wahlen (Europaparlament und Bundestagswahl) beantragen kann.

Es handelte sich um ein eher umständliches Verfahren. Zunächst einmal muss jeder Deutsche, der in Deutschland nicht mehr gemeldet ist, sich extra für die Wahl bei seinem letztgemeldeten Bürgeramt zurück melden. Dann muss er die Briefwahlunterlagen beantragen. Diese werden dann nach Vietnam geschickt, wo sie anschließend wieder zurückgeschickt werden müssen.

Das ist sehr viel Hin- und Hersenderei, wie man sieht. Insgesamt drei Briefe. Die Umschläge hatte ich im Frühjahr einem Deutschlandreisenden mitgegeben, das erspart schon mal den ersten Transkontinentalbrief. Darauf hin kam auch tatsächlich der Umschlag mit dem Wahlzettel für die Europawahl bei mir an.

Und zwar drei Tage vor der Wahl. Vermerkt war darin: „Dieser Brief muss bis Sonntag, 18 Uhr das Wahllokal erreicht haben.“

An dieser Stelle habe ich meinen ersten Fehler begangen. Ich hätte zusätzlich zu all dem Aufwand, den ich ohnehin schon hatte nochmal mein Wahlbüro kontaktieren sollen, mit der Bitte, die Unterlagen für die Bundestagswahl früher loszuschicken. Es soll nämlich tatsächlich Leute geben, die glauben, dass ein Brief von Deutschland nach Vietnam drei Tage braucht. Drei Wochen sind realistischer.

Kurz gesagt: Ich habe vergeblich auf meine Briefwahlunterlagen gewartet. Es stellt sich nun heraus, dass angeblich mein Antrag gar nicht im Bürgerbüro eingegangen sei (was sehr merkwürdig ist, da der andere Antrag ja offenbar ankam).

Das eigentlich aufregende an der Sache ist folgendes: Erstens weiß ich aus eigener Erfahrung, dass es beispielsweise für die Franzosen kein Problem ist, die Botschaften und Konsulate zu Wahllokalen zu machen. Bei der vergangenen Präsidentenwahl ging man ins Konsulat, reichte seinen Pass ein, bekam den Wahlzettel, machte sein Kreuz. Fertig. Bei den deutschen Botschaften ist das offenbar nicht vorgesehen, und, wie mir die deutsche Botschaft erklärte „organisatorisch nicht möglich“. Das mag ja sein, aber die Tatsache, dass es in anderen Ländern möglich ist, zeigt ja zumindest, dass es irgendwie möglich wäre, wenn irgendwer (Außenministerium, Regierung, irgend eine Verwaltung – keine Ahnung wer für sowas zuständig ist) es auch tatsächlich wollte.

Sollen sich die Leute bitte nicht über die geringe Wahlbeteiligung beschweren, wenn es Auslandsdeutschen so schwer gemacht wird, zu wählen.

Der zweite Knackpunkt ist nämlich: Ich bin mit diesem Problem nicht alleine. In den vergangenen Tagen habe ich mehrere Leute getroffen, die mir erklärten, dass ihre Unterlagen entweder nicht ankamen, oder zu spät ankamen. (Man kann sie natürlich auch, wenn man sie denn überhaupt bekommt, mit UPS für vermutlich 30 Euro nach Deutschland schicken… die spannende Frage wäre, wie hoch die Wahlbeteiligung in Deutschland läge, wenn alle Bürger 30 Euro für ihre Wahl zahlen müssten).

Angeblich soll, Achtung, ein großer Teil der Botschaft (!) keine Wahlunterlagen bekommen haben. Es hing offenbar bei jedem immer davon ab, wie zuvorkommend das jeweilige Bürgerbüro im Heimatbezirk war.

Also: Keine Wahl. Jedenfalls nicht für mich. Es sei denn, es findet sich unter meinen Lesern ein Nichtwähler, der bereit wäre, stellvertretend für mich am Sonntag ins Wahllokal zu gehen. Das wäre dann zumindest ausgleichende Gerechtigkeit.

6 Responses to Keine Wahl

  1. yeuem says:

    okay^^
    ich gehe für Dich, aber was soll ich wählen ???

  2. GF says:

    Für mich ist das alles auch äußerst unverständlich!

  3. Florian says:

    Ich habe die 30-Euro Variante gemacht. Bin nicht sicher ob ich das gemach hätte, wenn mir vorher klar gewesen wäre, wieviel so ein 30g Briefchen kostet, wenn es in 5 Tagen in Deutschland sein soll. Mit 4-Wochen Zeit wär das weniger teuer gewesen, aber die Bestellung der Wahlunterlagen war halt nur ab einem Monat vor der Wahl möglich…

  4. daniel says:

    ja also, auch schon der wechsel von chemnitz nach oberhausen führt zu größeren verwirrungen in den jeweiligen wählerverzeichnissen. ich bin 3x ins rathaus grerannt. da ich eh unetnschlossen war ob denn nicht schon jetzt ein guter zeitpunkt zum start einer nichtwählerkarriere wäre, hab ichs eher fatalistisch gesehen. die unterlagen kamen dann allerdings doch noch…

  5. ngungon says:

    30 Euro waren jetzt von mir grob geraten. War es tatsächlich so teuer?

  6. Florian says:

    Ja, 650.000 dong für EMS. DHL wär noch teurer gewesen. Normale Post brauch 2-4 Wochen.

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