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Kröten für die Kröte

Eine der großen vietnamesischen Banken, die BIDV (Bank für Investition und Entwicklung) baut derzeit ein neues Hauptquartier. Relativ zentral gelegen in der Stadt, nahe des Roten Flusses, ein modernes Hochhaus. Vermutlich wird sie gar nicht alle Stockwerke nutzen, die werden dann normalerweise an andere Firmen untervermietet.

Das Haus hat so langsam Formen angenommen, und mittlerweile kann man im hochgeschossigen Erdgeschoss sogar die Anzeichen von Inneneinrichtung erkennen.

Jetzt wurde bekannt, dass die Bank für dieses Erdgeschoss etwas ganz besonderes geplant hatte: Einen großen Glücksbringer. Und zwar eine Kröte aus seltenem Tropenholz, die eine Münze im Maul hält. Die Münze sei sogar beweglich, und schaue morgens aus dem Maul der Kröte hinaus, abends wandere sie hinein. Oder umgekehrt. Die Kröte, argumentierte die Bank, bringe Glück, und natürlich (Münze! Bank!) Wohlstand.

Allerdings ist sie nicht ganz billig. Sie kostet nämlich umgerechnet etwa 100.000 Euro.

Das war der Bank dann ein klein wenig zu teuer, aber zum Glück fiel ihr ein, dass sie ja sehr viele tausend Angestellte hat. Wenn jeder Angestellte etwas dazuschieße, dann könne man die Kröte auch locker finanzieren, lautete die Überlegung. Gedacht waren so etwa an 250.000 Dong.

Das sind umgerechnet 10 Euro, allerdings ist das in einem Niedriglohnland wie Vietnam nur die halbe Wahrheit, denn auch die Saläre von Bankangestellten sind nicht unbedingt üppig. Vermutlich kommt man der Sache etwas näher, wenn man sich vor Augen hält, dass man für 250.000 Dong zehn Mal mittag Essen, oder sich ein schickes Hemd leisten kann. Nehmen wir also mal als deutsche Leser an, es handelt sich nach deutschen Maßstäben um so etwa 80-100 Euro.

Die Bankangestellten jedenfalls waren not amused. Was die Bankdirektoren nicht verstehen konnten, schließlich wollten sie doch nur das Beste, und einen Glücksbringer, der ja schließlich allen Mitarbeitern zugute komme. Vermutlich hatte der eine oder andere Angestellte aber das Gefühl, wenn die Kröte überhaupt Geld in die Kassen spielt, dann doch eher Geld auf das Konto der Führungsebene.

Jedenfalls entschieden einige der Angestellten, dass man dieses Thema ja einer der örtlichen Zeitungen stecken könnte.

Es erschien ein großer Bericht, und anschließend ein Interview über die Kröte, und mittlerweile sieht es so aus, als würde die Kröte doch nicht angeschafft.

One Response to Kröten für die Kröte

  1. Benem says:

    Klingt als waere der Unterschied zwischen asiatischen und europaeischen Managern gar nicht so gross…

    Mich wundert das im Gebaeudebudget kein Feng Shui Posten Vorhanden ist, kann ich mir in Bangkok gar nicht vorstellen.

    Ben

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