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Kein Platz für Dreiräder

Zu den Kuriositäten des ohnehin schon reichen vietnamesischen Straßenverkehrs gehören die dreirädrigen Motorrad-Auto-Zwitter. In anderen asiatischen Städten sind solche Dreiräder verbreiteter, meist dort als eine Art Mini-Taxis. In Vietnam dagegen hat sich eine „Tuk-Tuk“-Industrie nie durchgesetzt, vermutlich, weil das Zweirad immer noch das Instrument der Wahl ist.

Die Dreiräder, die man heute noch herumfahren sieht, gehören Menschen mit Ausnahmegenehmigung. Meist sind das ehemalige Kriegsveteranen, die mit diesen Gefährten Transportdienste übernehmen. Allerdings Transport von Waren, nicht von Personen. Viele dieser Dreiräder sind frisiert, laut, und so werden sie auch gefahren. In den vergangenen Jahren sind es immer weniger geworden, weil die Regierung sie offenbar von der Straße verbannen möchte. In Hanoi sind es mittlerweile offiziell nur noch 2000. In Ho-Chi-Minh-Stadt dagegen immer noch 22.000.

Nun hat Vize-Premierminister Hoang Trung Hai erneut einen Appell an die Behörden gerichtet, solche und andere illegale Fahrzeuge strenger zu kontrollieren und gegebenenfalls aus dem Verkehr zu ziehen. (Kurze Anmerkung an dieser Stelle: Der Titel des Vize-Premierministers ist weniger wichtig, als es sich anhört, es gibt nämlich fünf davon. Die wiederum sind natürlich alle ganz unglaublich wichtig, aber schon allein, weil es so viele sind, reduziert das die Bedeutung dann doch irgendwie. Einige Vize-Premiers haben nebenher auch noch andere Posten inne. Hoang Trung Hai war mal Industrieminister, ich habe aber den Überblick verloren, ob er das immer noch ist).

Die Regierung will jenen, die ihre Vehikel freiwillig abgeben, sogar eine Entschädigung zahlen. Die vietnamesische Version der Abwrackprämie, sozusagen. Sie beträgt 9 Millionen Dong, das sind 360 Euro. Wer zusätzlich sogar noch Invalide ist (das gilt für nicht wenige der Kriegsveteranen, die mit den Dreirädern herumbrausen), soll sogar noch mehr Geld erhalten können. Andererseits stellt sich natürlich die Frage, womit diese Leute dann ihren Lebensunterhalt bestreiten, wenn die lukrative Möglichkeit als Transport-Gefährt wegfällt. Dafür sollen dann Fortbildungen sorgen (ebenfalls von der Regierung finanziert), aber das klingt natürlich immer einfacher, als es dann am Ende tatsächlich aussieht.

Hintergrund des Appells ist die Ansicht der Regierung, solche und andere illegale Fahrzeuge sorgten für Staus und Unfälle.

Das könnte man auch ausweiten: Prinzipiell sorgen alle auf vietnamesischen Straßen fahrenden Fahrzeuge für Staus und Unfälle.

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