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Über Sprossen

Da Sojasprossen ja gerade heiß in Deutschland diskutiert werden, hier ein kurzer Hinweis: Das, was im Deutschen Sojasprosse heißt, ist bei den Vietnamesen die berühmte „Grüne Bohne“. Sie findet sich nicht nur als weißer Keimling in der Küche, sondern auch in ganz vielfältiger Anwendung als Bohne, bevorzugt auch als Bohnenmehl. Daraus wird dann zum Beispiel der berühmte, süße Nachtisch. Außerdem sind zerstampfte grüne Bohnen auch wichtiger Bestandteil der Neujahrs-Spezialität, des Trung-Kuchens.

Wer derzeit Angst hat, Sojabohnensprossen zu essen, sollte in Vietnam also auf „Grüne Bohnen Sprossen“ verzichten. Denn was die Deutschen da als „Soja“ bezeichnen, ist in Wirklichkeit gar kein Soja. Die Soja-Bohne sieht zwar ähnlich aus, wird aber überwiegend überhaupt nicht als Keimling verwendet, sondern zu Öl gemacht (Sojaöl).

International ist der Keimling deswegen auch nicht als Sojasprosse bekannt, sondern als Mung bean, also Mungbohne, vereinzelt auch: Mungobohne. (Mung wiederum stammt aus dem Indischen, und deutet wohl darauf hin, dass die Bohne die britische Küche über Indien erreichte. Traditionell ist sie jedoch vor allem aus der chinesischen Küche bekannt. Die Sprosse ist ein wahres Vitaminbündel, und enthält haufenweise Vitamin A, C, sowie B1 und B2.)

In Hanoier Restaurants, die eine englische Übersetzung anbieten, findet man oft ebenfalls diesen Namen. Umgangssprachlich würden die meisten Vietnamesen die Bohne allerdings als „Green Bean“ übersetzen. (So wie die Deutschen instinktiv das Ding als „Soy bean sprout“ übersetzen würden.)

Die Franzosen machen den Fehler übrigens auch, und nennen den Keimling der Mungbohne „pousse de soja„.

Ganz generell empfiehlt sich in Vietnam, mit Rohkost natürlich sowieso vorsichtig zu sein, egal ob es jetzt Soja, Mung oder Grün ist. Die Sprossen, die ich in den letzten Monaten gegessen habe, waren fast alle gewokt oder gekocht.

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