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Das achte Weltwunder

… ist die wundersame Geldvermehrung aus Nichts. Nach der großen Finalrunde der sieben Weltnaturwunder tauchen mittlerweile immer mehr Fragen zur dahinterstehenden Organisation und ihren Methoden auf. Und eine zentrale Frage lautet: Wie viel verdienen die Organisatoren dieses Ereignisses eigentlich?

Blogger und Weltreisender Michael Hodson hat in seinem Blog einen ziemlich wütenden, aber erschreckend bestechenden Artikel darüber geschrieben, auf welche Weise die hinter der Wahl stehende „Stiftung“ sich möglicherweise haufenweise Geld in die eigene Tasche geschaufelt hat. Unter anderem, indem sie einige der Länder plötzlich unter Druck setzte, riesige Zahlungen zu leisten, wenn deren Naturschauplätze weiter im Rennen bleiben sollten (die Zahlungen wurden verdeckt in Form von „Veranstaltungen“ und ähnlichen Dingen, natürlich).

Hodson kann das unter anderem belegen, weil die indonesische Regierung irgendwann beschloss, aus der Sache auszusteigen, und öffentlich gegen das Vorgehen von New7Wonders zu protestieren, bis hin zur Androhung einer juristischen Klage. Der indonesische Botschafter in der Schweiz sprach sogar offen von einer Abzocke und erklärte, man hätte das Geld besser anderswo investiert.

Nun steht es freilich jeder Regierung frei, einer Firma Millionen von Dollar zu zahlen, wenn sie sich davon einen Werbeeffekt erhofft. Ob man das Geld nicht aber gerade im Fall Vietnams doch etwas sinnvoller verwenden könnte, als es einem geschäftstüchtigen Trickser in die Taschen zu pumpen, darf zumindest mal als Frage in den Raum gestellt werden.

Richtig perfide wird es dann noch, wenn man bedenkt, wie sehr die Bevölkerung in das Spiel mit einbezogen, und an deren „patriotische Pflicht“ appelliert wurde. In Vietnam kursiert mittlerweile die Geschichte eines Mannes, der angeblich seine mageren Ersparnisse komplett aufbrauchte, um 11.000 SMS für die Halong-Bucht zu schicken. (Nebenbei bemerkt übrigens ein weiterer Hinweis darauf, auf welche Weise sich die sieben Finalisten zusammensetzten.) Dafür fiel dann das Geburtstagsgeschenk seiner Tochter aus. Angebliche Begründung: Geburtstag ist jedes Jahr, aber die Möglichkeit, seinen Patriotismus zu beweisen, hat man nur einmal im Leben.

Ich weiß nicht, ob die Geschichte stimmt, aber sie würde mich ehrlich gesagt nicht überraschen. Ich weiß auch nicht genau, was ich erschreckender finde: Dass am Ende das ganze Geld vermutlich in die Geldbeutel von findigen Geschäftsleuten fließt, oder dass eine Regierung sich aus Hoffnung auf Werbung auch noch zum Komplizen solcher Personen macht.

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