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Billige Hühner

Wenn von „Dumping“ im Zusammenhang mit „Vietnam“ die Rede ist, dann geht es meist um Dumpingvorwürfe an Vietnam, das ja nun als günstig produzierendes Land mit diversen Staatsunternehmen gerne schnell in den Verdacht der Billigproduktion gerät.

Umso erstaunlicher, dass der Fall diesmal anders herum liegt. Vietnam ärgert sich über Preisdumping. Bei Hühnern.

Hühnerhalter und die drei größten Geflügelunternehmen des Landes (übrigens alle keine staatlichen Unternehmen, sondern auslandsinvestierte Firmen aus Thailand, Malaysia und Japan) schlagen Alarm, weil der Markt von Billiggeflügel überschwemmt wird. Die Preise seien allein in diesem Jahr um 15 Prozent gefallen, und alle drei Großunternehmen erklären, sie machten derzeit jeden Monat Verlust. Von bis zu 3 Millionen US-Dollar ist die Rede.

Das liegt angeblich einerseits daran, dass aus China, Südkorea und Thailand Geflügel nach Vietnam verkauft (und geschmuggelt) wird, das in den Ursprungsländern eigentlich nur als Tierfutter verwendet wird. An dieser Stelle fragt man sich dann unwillkürlich, warum Vietnam denn keine höheren Qualitätsstandards bei seinen Importen in Kraft hat. Vietnamesische Verweise auf die WTO überzeugen mich da nicht so ganz. Aus China kommt jedenfalls unter anderem Geflügel mit dem Gegenwert von umgerechnet 55 Eurocent (!!). Dagegen sind dann selbst vietnamesische Geflügelhalter, die nun wahrlich keine teuer „Bio-Hühner“ züchten, machtlos.

Zum anderen kommt das angebliche Dumping-Geflügel offenbar ausgerechnet aus Amerika. Weil dort die Verbraucher vor allem Hühnerbrust essen, die Vietnamesen aber eigentlich so ziemlich alle Hühnerkörperteile, werfen amerikanische und auch brasilianische Firmen offenbar ihre „Ausschussware“, also alles was nicht Brust ist, günstig auf den Markt.

Aktuell kostet in Vietnam ein Kilo Huhn im Schnitt nur noch umgerechnet 1,30 Euro pro Kilo. Deutsche Geflügelzüchter würden vermutlich weinen.

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