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Unverwüstlicher Zucker

Obwohl ich seit 7 Jahren in Vietnam lebe, gibt es in Deutschland noch immer ein kleines Zimmer. Es ist kein „Kinderzimmer“, aber ein Zimmer, in dem ich einige Zeit gewohnt habe. In diesem Zimmer steht unter anderem ein kleiner Tisch, darauf steht eine Zuckerdose mit Kandiszucker.

Diese Dose steht dort seit etwa 6 Jahren.

Vor einiger Zeit hat ein vietnamesischer Gast diese Dose gesehen, sie geöffnet, und gefragt, wie lange sie dort stünde. Die Antwort mit ungläubigem Lachen quittiert. 6 Jahre? Unmöglich.

Es ist in Hanoi in der Tat völlig undenkbar, auch für mich, Lebensmittel im Zimmer herumstehen zu lassen. Zucker wird nach einigen Stunden oder spätestens einigen Wochen von Ameisen oder anderen Tieren entdeckt. Genau genommen ist es schon ein Risiko, das selbst gekochte Essen über Nacht auf dem Herd zu vergessen. Man weiß nie genau, wer sich darüber her macht, oder ob nicht schon am nächsten Tag das Essen verdorben ist. Die Hitze. Die Feuchtigkeit.

Seit ich in Vietnam lebe, stelle ich alle möglichen Dinge in den Kühlschrank. Geöffneten Kräutertee zum Beispiel (seit eine Tüte mal von Käfern befallen wurde). Müsli (sobald Rosinen drin sind, gehen die Ameisen dran). Schokolade sowieso. Mehl. Eigentlich fast alles, was irgendwie geöffnet wurde, und nicht aus wirklich staubtrockenen, harten Materialien besteht. Nudeln zum Beispiel sind relativ robust.

Sechs Jahre Kandiszucker in einem Zimmer stehen zu lassen, ohne dass er gefressen wird, seine Konsistenz verändert oder die Ränder der Dose sich irgendwie verfärben erscheint selbst mir mittlerweile ziemlich erstaunlich.

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