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Verspätetes Neujahr

Ich wünsche allen Lesern an dieser Stelle ein Frohes Neues Jahr.

Das Neue Jahr in Vietnam begann am 31. Januar, wir schreiben seitdem das „Jahr des Pferdes“. Ich habe das getan, was ich traditionell an Tet tue: Eine Woche Urlaub. Früher lautete die Regel dabei: Gehe nirgendwo hin, wo gerade Chinesisches (beziehungsweise Vietnamesisches) Neujahr gefeiert wird. Denn in all diesen Ländern bricht für zwei bis sieben Tage das öffentliche Leben zusammen, und das betrifft auch Restaurants und Lebensmittel.

Vor zwei Jahren bin ich zum ersten Mal von dieser Regel abgewichen und für ein paar Tage nach Singapur gefahren. Singapur ist zu sehr Geschäftsstadt, zu pulsierend und viel zu marktorientiert, um wegen eines Feiertags zusammenzubrechen. Einen halben Tag lang waren einige größere Restaurants geschlossen, und schon am zweiten Tag herrschte wieder buntes Treiben; da immer noch Feiertag war, vor allem in den Shopping-Malls und anderen Orten, die man wohl so zum Vergnügen aufsucht.

Als ich nach ein paar Tagen wieder zurück nach Hanoi kam, waren die Supermärkte und sonstigen Märkte komplett leer, weil die Lebensmittellieferanten die ganze Woche nichts geliefert hatten.

Seitdem lautete die Regel: Gehe eventuell irgendwo hin, wo Chinesisches Neujahr gefeiert wird, aber vermeide Vietnam.

Auch diese Regel gilt nur noch eingeschränkt.

Ein Bekannter, der erst seit elf Monaten in Vietnam ist, verfasste vergangene Woche einen Beitrag in einem sozialen Netzwerk, der ungefähr so lautete: „Vor dem Vietnamesischen Neujahr erzählen dir alle Ausländer, dass man unbedingt das Land verlassen müsse, dass das öffentliche Leben versiegt, dass man sich den Kühlschrank vollstopfen muss, weil es nirgendwo etwas zu essen gibt, und dass das Wetter total kühl, regnerisch und unangenehm sei. Jetzt habe ich mein erstes Tet in Vietnam erlebt, und stelle fest: Es gibt haufenweise geöffnete Straßenküchen (nur die Restaurants in den Westler-Vierteln sind zu), es sind erstaunlich viele Menschen auf den Straßen, und das Wetter ist wunderschön sommerlich. Das einzige, was anders ist: Man trifft nur noch Vietnamesen, weil alle Westler panisch das Land verlassen haben. Ich finde Tet toll.“

Die Ausländer, die sowieso nur in ihren Villen sitzen, und vom lokalen Leben keine Ahnung haben, übertreiben mal wieder maßlos, lautet wohl die Quintessenz dieses Eintrags.

Tatsächlich ist es so: Vietnam scheint jedes Jahr ein stückweit weniger in Tet-Starre zu verfallen. Als ich vor sieben Jahren hierher gekommen bin, waren in meinem Wohnviertel die kleinen Lebensmittelläden tatsächlich noch mehr als zwei Wochen geschlossen. Und Hotels waren landesweit entweder ebenfalls zu, oder verfügten nur über ein Zehntel ihrer sonstigen Bediensteten. Das ist heute deutlich weniger der Fall, im Süden des Landes nochmal weniger als in Hanoi, und selbst in Hanoi kam man dieses Jahr an etwas zu essen. Zu allem Überfluss war tatsächlich das Wetter ungewöhnlich schön: Warme, sommerliche Temperaturen.

Bis zum Wochenende.

Seit gestern, seit meiner Rückkehr in Hanoi, ist das Wetter wieder umgeschlagen. Wir haben jetzt fröstelnde 10 bis 14 Grad Celsius, es ist grau, und es ist ziemlich ungemütlich. Das „echte“ Neujahr kommt also verspätet, nicht nur in meinen Glückwünschen.

Immerhin, Vorteil: Noch immer sind zahlreiche Hanoier, die Familie auf dem Land haben, nicht zurück gekommen. Die Straßen sind merklich leerer, die Geschäfte sowieso. Man muss aktuell nicht Schlange stehen.

Ich denke aber, in ein paar Tagen hat sich auch das erledigt.

Frohes Neues Jahr!

One Response to Verspätetes Neujahr

  1. hannes below says:

    maßlos übertreiben….
    JA, stimmt. Aber wieso …mir kommt es so vor, dass viele sich so ein Katastrophengerede angewöhnt haben, der Winter ist jasoooooooooo furchtbar nasskalt, bei TET funktioniert ja gaaaaaaaaarnix mehr – UND unausgesprochen, was sind wi für tolle Typen, dass wir das alles so cool managen, dass wir mal wieder das Richtige tun und weit weg fahren – und die LOCALS, naja…..

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