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Japan schießt scharf

Vergangene Woche waren die „Geber-Gespräche“ in Hanoi. Also die Konferenz, auf der jene Länder, die Entwicklungshilfe ausschütten, mit Vietnam verhandelten, wieviel, für welchen Zweck, und was überhaupt wer bezahlt.

Dabei hat Japan für einen Paukenschlag gesorgt. Japan stoppt nämlich seine Entwicklungshilfe-Kredite. Als kleine Einordnung sei gesagt: Die Entwicklungskredite machen normalerweise rund zehn Prozent des vietnamesischen Haushalts aus, im vergangenen Jahr waren es beispielsweise rund 5 Milliarden USD, bei einem Staatshaushalt von 50 Milliarden. Japan ist der größte Geldgeber, mit einem Anteil von einer Milliarde. Ein Großteil der japanischen Unterstützung fließt in Infrastrukturprojekte, vor allem beim Straßenbau sind die Japaner groß dabei. Der erste vietnamesische Gebirgstunnel, der Hai-Van-Tunnel bei Danang, wurde beispielsweise mit japanischer Hilfe gebaut.

Entwicklungsvertreter aus Deutschland und der Schweiz beschweren sich auch schon mal hinter vorgehaltener Hand, dass die Japaner richtig clever seien, und die Wege zu ihren eigenen Industrieparks bauen würden. Wobei das vielleicht auch mehr über umständliche Bürokratie und Planung in Europa aussagt, als über Japan.

Warum stoppt Japan dann?

Weil Japan und Vietnam einen Korruptionsskandal zu verkraften hatten. Vor einem japanischen Gericht läuft derzeit eine Klage, dass die Verkehrs-Behörden von Ho-Chi-Minh-Stadt von einer japanischen Firma bestochen wurden. 820.000 Dollar sollen gezahlt worden sein dafür, dass jene japanische Firma den Zuschlag für ein Autobahn-Projekt erhielt. Da mit oben genannten japanischen Entwicklungskrediten unter anderem exakt solche Projekte finanziert werden, sieht sich Japan nun außerstande, Geld an Vietnam zu leihen, um Projekte zu starten, bei denen sich anschließend lokale Politiker bereichern.

Zumindest, so heißt es, wolle man die Gelder einfrieren, bis die Sache aufgeklärt sei, und zudem noch geklärt sei, wie sich solches künftig verhindern lasse. Letzteres könnte schwierig sein, denn Korruption ist nunmal kein Einzelfall. Mit der Zahlungsweigerung erstmal die gesamte Regierung unter Druck zu setzen, ist aber immerhin ein recht origineller Ansatz.

Die Weltbank hatte unlängst in einem ähnlich spektakulären Korruptionsfall, bei dem sogar ein Minister angeklagt war, nur ein „Untersuchungsteam“ entsandt, das mehrere Monate später feststellte, es gäbe „keine Hinweise“. Das wiederum zum Erstaunen vieler Vietnamesen, die der Meinung waren, es gäbe sogar eine ganze Menge Hinweise.

Japan fuchtelt also jetzt nicht nur mit der Pistole herum, es schießt sogar scharf. Ob das dann ein Schuss in die Luft war, oder ob er irgend jemanden trifft, wird sich allerdings erst noch weisen müssen.

One Response to Japan schießt scharf

  1. RC says:

    Das glaube ich nicht !
    Es ist bekannt, dass die Weltwirtschaftskrise das Land Japan an den Rand der Panik treibt, denn noch ist nicht einmal die Krise der 90er überstanden…
    Der japanische Patient hat viele Altlasten. Vielmehr als alle andere. Die Schulden sind sehr hoch, die Leitzinsen niedrig (0,3%). Dem Land fehlt Spielraum, um die jetzige Krise zu bekämpfen.
    Vietnam muss sich eine Weile selbst helfen.
    Es ist kein Geld mehr da für Entwicklungshilfe…

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